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An sich eine erfreuliche Entwicklung nach all der Dezenz des Winters –, verlangt sie dennoch ein sicheres Händchen bei der Farbwahl. Nicht jede Frau sieht in einem giftgrünen Kostüm gut aus. Schauen Sie genau hin, welche Farbe Ihren Typ unterstreicht.
Bunt ist auch der seit Jahren sich hartnäckig haltende Trend zur Punkmode, wenn auch in der Deluxe-Version: Jean Paul Gaultier schickte seine Models mit Irokesen-Haarputz, löchrigen Pullis und Totem-Schmuck auf den Laufsteg. Offenbar treibt die Designer eine tiefe Sehnsucht nach Wildheit um. Nachdem Börsencrashs und Firmenpleiten überstanden sind, mag die Modewelt wieder feiern – und den Menschen eine Möglichkeit geben, sich auszudrücken. Verstecken hinter Mode war gestern, eine „Hallo-hier-bin-ich“-Attitüde ist das Thema des Modefrühjahrs.
Das gilt auch für den Trend, der gerne als „Urban Nomad“ bezeichnet wird. Die Menschen vernetzen sich nicht nur weltweit auf Facebook und Co., sie sind auch beruflich weltweit unterwegs. Das drückt sich in der Mode aus. Für die modernen Großstadtnomaden gibt es mehrere Möglichkeiten: Klare Linien, aber Schnitte, die an Umhänge, traditionelle Festgewänder und Krieger-Kostüme erinnern. Oder an den unerschütterlichen Ethno-Look angelehnte Muster, die ebenfalls mit starken Farben kontrastiert werden. Das zeigen beispielsweise Michael Michalsky oder die italienische Marke Leitmotiv. Wer es kämpferischer braucht, greift zum Military-Hemd in Oliv oder Khaki beziehungsweise zum Lederhemd. Ja, tatsächlich: Das Lederhemd ist zurück. Also trauen Sie sich! Je klassischer das Restoutfit, desto sexier wirkt das Lederhemd.
Also gar keine Klassiker in diesem Frühjahr? Chanel und Armani Privé lassen weniger Wagemutige aufatmen: Sie schicken in Paris Chanel-Tweed-Jacken, doppelreihige Blazer und Satin-Cocktailkleider auf den Laufsteg, allerdings in der rockigen Variante. Armani setzt den Models knallbunte Hüte auf, kombiniert mit gleichfarbigem Riesen-Schmuck.
Karl Lagerfeld will offenbar, dass sich Frauen ein bisschen entspannen und zeigt die klassische Chanel-Jacke einmal mit enger Röhrenjeans oder als Glitter-Variante mit silbrigem Revers und Gürtel. Marc Jacobs stattet eine gestreifte Kastenjacke aus Wolltweed mit riesigen Pailletten an Revers und Ärmelbündchen aus.
Ansonsten sind für den drögen Alltag Chinos eine gute Wahl: Diese klassischen Bequemhosen sollen in der warmen Jahreszeit die Jeans ersetzen – ob sie es so weit bringen? Auf jeden Fall gibt es die Baumwollklassiker in vielen Farben, am klassischsten sind sie in Braun- und Beigetönen. Gekrempelt und etwas weiter getragen, sind sie für Stadtbummel, Spaziergänge oder Kinoabende ein guter Begleiter, denn sie mögen Turnschuhe, Ballerinas, aber auch hohe Hacken. Dazu ein Matrosenshirt mit Weste, eine weiße Bluse oder ein Paillettentop: Chinos sind eine vielseitige Investition. Vorsicht aber bei den Bundfalten: Sind sie zu groß und zu viele, dann machen Chinos einfach nur dick. Und das brauchen wir im Frühjahr nun wirklich nicht.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.