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In den Schnüffeltests erkannte der Hund 30 von 33 Urinproben von Krebspatienten korrekt. Und er spürte sogar bei einem Mann einen Tumor auf, den die Ärzte nach einer Gewebeprobe zunächst für gesund gehalten hatten.
Die Fähigkeit von Hunden, Krebs zu riechen, wurde schon in vielen Studien getestet. Bislang gab es bereits Hinweise darauf, dass Hunde Spuren von Brust-, Blasen- und Lungenkrebs im Urin erschnüffeln können. Für die Erkennung von Prostatakrebs im Urin habe es zuvor jedoch keine erfolgreichen Studien gegeben, schreiben die Forscher vom Tenon-Krankenhaus in Paris.
Sie trainierten den Hund mehrere Monate lang mit Hilfe des sogenannten Klickertrainings – einer Ausbildungsform, bei der Tiere einen Klicklaut mit einer darauf folgenden Belohnung verbinden. Der Malinois bekam seinen Ball, wenn er eine Urinprobe eines Krebspatienten erfolgreich erkannte. Der Hund riecht vermutlich bestimmte Stoffwechselprodukte von Krebszellen. Welche das sind, wissen die Forscher allerdings nicht.
Die in der anschließenden Studie getesteten Proben kamen von 66 Patienten, die wegen Auffälligkeiten zum Urologen geschickt worden waren. Bei der Hälfte war durch die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) ein Prostata-Karzinom diagnostiziert worden. Bei den anderen wurde durch diese Untersuchung kein Tumor festgestellt.
Mediziner messen Krankheitstests an ihrer Empfindlichkeit (Sensitivität) und ihrer Genauigkeit (Spezifität). Die Sensitivität gibt an, wie viele tatsächliche Krankheitsfälle ein Test korrekt erkennt, die Spezifität gibt an, wie sicher der Test eine Krankheit ausschließen kann. Der Hund erzielte in dem Schnüffeltest eine Sensitivität von rund 90 Prozent und eine ebenso hohe Spezifität. Allerdings ist die Zahl getesteter Proben sehr klein. Zudem hätten vorherige Untersuchungen gezeigt, dass etwa 20 bis 30 Prozent von Patienten mit auffälligen Blutwerten trotz negativer Biopsie später doch noch einen Prostata-Tumor entwickeln. Diese Patienten konnte der Hund nicht erkennen.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.