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Während der Wiesen-Klee zur Familie der Schmetterlingsblütler gehört, ist der Wald-Sauerklee ein Sauerklee-Gewächs.
Die mehrjährige, wintergrüne Art ist in krautreichen Laubwäldern zu finden, aber auch in Nadelwäldern. Keine andere Waldpflanze erträgt tieferen Schatten als der Wald-Sauerklee. Die Blätter bestehen aus einem langen Blattstängel mit drei kleinen herzförmigen Blättchen, die mit der Spitze am Stängel ansetzen. Im zeitigen Frühjahr erscheinen weiße Blüten, die einzeln an langen Stielen sitzen.
Die Blütenkronblätter weisen eine deutliche violette oder rote Äderung auf. Wird es der Pflanze zu dunkel oder auch zu hell, kommt es gar zu Erschütterungen in der Nähe oder zu Berührung, klappt sie ihre ansonsten waagerecht stehenden Blätter nach unten. Auch die Blüten schließen sich. In dieser Schlafstellung wird die Verdunstung verringert und ungünstige Lebensbedingungen so energiesparend überbrückt.
Wie der Name schon sagt, weist der kleine Frühblüher einen sauren Geschmack auf. Dieser ist auf die Inhaltstoffe Oxalsäure und Kleesalz zurückzuführen (griech.: oxys = sauer, halis = Salz, lat.: acetosellus = säuerlich). Oxalsäure wurde erstmalig im Jahre 1769 im Sauerklee entdeckt und war zuerst unter dem Namen „Kleesalz“ bekannt. Synthetisch wurde der Stoff erst im Jahre 1824 hergestellt.
Wanderer machen sich den angenehm säuerlichen Geschmack der kleeartigen Blättchen zu Nutze. Auch in der Küche kann man die Pflanze verwerten. Vor allem roh als Zutat zu Salaten, in Kräuterquark oder gehackt auf dem Butterbrot ist das Kraut zu empfehlen, aber auch als Beigabe zu Suppen und Gemüse. Zerquetschte Blätter für zwei oder drei Stunden in Wasser eingelegt, ergeben ein erfrischendes Getränk.
Zu viel darf man vom Sauerklee aber nicht verzehren, weil er wie Rhabarber aufgrund des Oxalsäure-Gehaltes schwach giftig ist. Vor allem Menschen, die eine Neigung zu Nierensteinen aufweisen, sollten vorsichtig sein.
Da der Wald-Sauerklee sehr Vitamin-C-haltig ist, hat man früher die Blätter für den Wintervorrat in Honig oder Zucker eingelegt. Getrocknet ist er wenig geeignet. Nicht nur zum Verzehr wurde das Kraut früher geerntet. Das „Kleesalz“ diente auch als Bleich- und Fleckentfernungsmittel.
3 Handvoll Blätter Giersch (oder Spinat) und Sauerklee, Pflanzenöl, Salz.
Blätter waschen, trocken schleudern und klein hacken, mit Öl und Salz verrühren. Die Kräuterpaste eignet sich als Füllung für delikate Blätterteigtaschen, schmeckt aber auch köstlich zu Pasta.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.