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Billie Beane (Pitt) verliert mit seiner Mannschaft die Playoffs der Saison 2001, und auch seine drei besten Spieler gehen an die weit besser ausgestattete Konkurrenz. Der Manager macht aus dem Problem die Lösung: Er engagiert einen Wirtschafts-Wissenschaftler (Jonah Hill), der sich darauf spezialisiert hat, mit mathematischer Hilfe Spieler zu finden, die unter Wert gehandelt werden. Das ist im Film so trocken, wie es klingt. Erst als Beane den alten, verknöcherten Scouts des Vereins knapp erklärt, dass sie nichts mehr zu sagen haben und ganz andere Leute gekauft werden, läuft Pitt zur Hochform auf.
Doch wie der Manager sein Team überrascht, indem er mal alles anders macht, so liefert Regisseur Bennett Miller („Capote“) nicht nur ein Sportdrama ab, sondern einen zutiefst menschlichen Film. Es gibt erfreulich wenige Spielszenen (und die laufen nur als eingeblendete Originalaufnahmen), und statt großer, lokalpatriotischer Reden dominieren nachdenkliche Dialoge.
Die Steilvorlage von Autor Michael Lewis, dessen Buch „Moneyball“ auf einer wahren Geschichte basiert, verwandelten die Oscar-Preisträger Steven Zaillian („Schindlers Liste“) und Aaron Sorkin („The Social Network“) in ein konzentriertes, kluges Drehbuch. Der Film erzählt von Revoluzzern, die sich den Kopf einrennen. Für einen melancholischen Ton sorgen Beanes Privatleben sowie Rückblenden auf seine eigene, wenig erfolgreiche Spieler-Karriere.
Das Heuern und Feuern von Sportlern und anderen Idolen erweist sich hier als zynischer Menschenhandel, als Variable einer mathematischen Formel. „Moneyball“ bietet zudem auch in den Nebenrollen eine tollen Besetzung – u.a. mit Philip Seymour Hoffman, der selbst in der Rolle eines tumben Trainers exzellent agiert und Robin Wright als Billies Ex. (USA/ 133 Min.; Cinecittà, Nbg.; CineStar, Erl.)

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.