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Bei dem Gemälde, eine kleine Pappelholztafel aus Privatbesitz, die bislang als Kopie galt, handele es sich um einen frühen Entwurf zu Leonardos berühmter, heute im Pariser Louvre befindlichen »Felsgrottenmadonna» (1483– 1485). Die Tafel habe auf das Entstehungsjahr 1478 datiert werden können.
Tatsächlich eine Sensation?
Der angebliche Echtheitsnachweis gelang dem 2008 verstorbenen Leipziger Kunsthistoriker Ernst Ullmann und dem Wiener Restaurator Ernst Lux, deren im Karolinger Verlag erschienenes Buch »Ein wiedergefundener Leonardo da Vinci» jetzt in Leipzig vorgestellt wurde.
Sollte das Ergebnis ihrer über zehnjährigen Forschungsarbeiten stimmen, wäre das tatsächlich eine Sensation. Seit mehr als einem Jahrhundert wurde kein weiteres Werk von Leonardo da Vinci bekannt, nur rund 30 Gemälde werden ihm bis heute sicher zugeschrieben. Da Vinci-Experten bleiben denn auch skeptisch, zumal Ullmann den zweifelhaften Ruf genießt, allzu leichtfertig unbekannte Werke zu Originalen erklärt zu haben. Für Aufmerksamkeit auf der Buchmesse dürfte ein wiedergefundene Leonardo allemal gesorgt haben.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.