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Offene Ohren für Notruf des Erlanger E-Werks

Stadträte äußern Verständnis für Zuschuss-Erhöhung — Details im Herbst - 05.07.2012 06:57 Uhr

Erlangen  - Das E-Werk ist mit seinem Notruf bei den Erlanger Stadträten auf offene Ohren gestoßen. Alle Parteien signalisierten, sich bei den Haushaltsberatungen im Herbst für eine Erhöhung des Zuschusses starkzumachen.

Das Erlanger E-Werk.
Das Erlanger E-Werk.
Foto: Windhorst
Das Erlanger E-Werk.
Das Erlanger E-Werk.
Foto: Windhorst

„Die Zahlen, die uns vorgelegt wurden, sind enorm. Doch es geht hier nicht um zusätzliche Ansprüche, Ausweitungen oder Verbesserungen für eine Kultureinrichtung, sondern lediglich darum, den Status quo vor veränderter finanzieller Ausgangssituation zu wahren.“ Ähnlich wie Erlangens Kulturreferent Dieter Rossmeissl haben sich wohl alle Mitglieder des Erlanger Kultur- und Freizeitausschusses gefühlt, als ihnen im Vorfeld der Antrag für einen Zuschussmehrbedarf des E-Werks von 265.000 Euro vorgelegt wurde.

Doch der Hilferuf aus dem Kulturzentrum wird — so wie es gleich mehrere Stadträte ausdrücken — nach dem „ersten Schock“ keineswegs als dreist abgetan. Im Gegenteil. Über die Parteigrenzen hinweg war zu bemerken, wie sehr hier Vertrauen in eine Einrichtung existiert, die seit dem Jahr 2000 als GmbH weitgehend selbstständig agiert und bislang durch einen Zuschuss von 373.000 Euro abgesichert wurde.

„Schräglage kommt von außen“


„Das E-Werk arbeitet gut und steht eigentlich sehr gut da. Die schräge Finanzlage kommt von außen“, brachte es Gabriele Kopper für die CSU auf den Punkt. Vor allem die Gehaltssituation der Mitarbeiter wird von allen Seiten als nicht verantwortbar angesehen. Bereits Ende der 1990er-Jahre stieg das E-Werk aus Kostengründen aus dem Tarif für den öffentlichen Dienst (TVöD) aus. Die Vergütung der Mitarbeiter beträgt derzeit 79,23 Prozent im Verhältnis zum TVöD. Um zumindest wieder den alten Zustand (82 Prozent) zu erreichen, sind Subventionen in Höhe von 95.000 Euro, ab 2014 von 110.000 Euro pro Jahr notwendig.

Auch die bevorstehende Gema-Tarifreform und der Bauunterhalt, der nach der Teilsanierung der vergangenen Jahre aufgrund neuer, aufwendiger Haustechnik (Stichwort: Brandschutz) sogar noch gestiegen ist, sorgen für gewaltige Kostenexplosionen.

Die Erlanger Stadträte regen — trotz des Vertrauens in die Spar-Aktivitäten des E-Werks — an, einen externen Blick auf die Bilanzen werfen zu lassen. Ansonsten werden die Details zu der Subventions-Erhöhung ab Herbst bei den Haushaltsberatungen erörtert. Die Signale stehen aber eindeutig auf Anhebung.Sollte das Erlanger E-Werk finanziell besser abgesichert werden? Diskutieren Sie mit!

 

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smö


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