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Als kleine, aber sehr intensive Partnerschaft mit vielen gewachsenen Freundschaften skizziert Koordinatorin Karin Gleixner die langjährige Beziehung zwischen Nürnberg und Nicaragua. Seit 1985 vor genau 25 Jahren die Städtepartnerschaftsverträge unterschrieben wurden, hat sich eine Menge getan in dem mittelamerikanischen Land — auch mit konkreter, tatkräftiger Hilfe aus Franken.
Von sozialen Projekten über Förderungen in den Bereichen Kultur, Gesundheit und Sport bis hin zum Bau einer Photovoltaikanlage in einem entlegenen Dorf wurde gemeinsam auf Augenhöhe einiges gestemmt und bewegt, so dass das Amt für Internationale Beziehungen auf seiner Homepage heute stolz vermelden darf: „Vor einigen Jahren traf noch zu, wie ein Autoren-Team des DuMont-Verlages die kleinste Partnerstadt Nürnbergs wahrnahm: ,Verrottet, dreckig, frech, scheckig’ und ,wie eine rasch zusammengehauene Kulisse für einen Billig-Western.’ Nach Jahren der Aufbauarbeit hat sich San Carlos gründlich gewandelt und ähnelt eher einem herausgeputzten ,Macondo’, in dem sich auch Reisende immer wohler fühlen.“
All dies und vieles mehr wird nun gefeiert: Wenn das „7. Internationale Fest der Partnerstädte“ am Wochenende 14./15. August (Samstag 18-23 Uhr, Sonntag 13-21 Uhr, Eintritt frei) ins Museum Tucherschloss mit seinem zauberhaften Renaissancegarten und dem Hirsvogelsaal lockt, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein dichtes, mit viel Liebe geschnürtes Programm.
Neben einer Ausstellung („Kolonie“ von Anna Handick), Vorträgen („Die Literatur Nicaraguas“ von und mit dem Verleger Hermann Schulz) und Filmen („Perlen des Regenwaldes“) dürfen sich die Gäste unter anderem auf einen Salsa-Tanzworkshop für Anfänger, einen Crashkurs in Sachen Nicaragua-Spanisch (Nicañol) und die beliebten Kostümführungen mit Katharina Tucher durch das Museum Tucherschloss freuen — letztere finden zur Feier des Tages erstmals auch in spanischer Sprache statt.
Auf der Hauptbühne im Hof kann man unter anderem die zwölfköpfige bayerische Salsaband Los Dos y Compañeros („Hüftschwung meets Hefeweißbier“), die Formation „Mambo Franconia“ um den Nürnberger Vibraphonisten Florian Bührich, und das Erlanger Latino Rock-Quintett „Caña Que Que“ („Was fürs Auge“) erleben.
Lohnenswert ist sicher auch ein Besuch im Erzählcafé, wo Teilnehmer des florierenden Jugendaustauschs zwischen beiden Städten von ihren Erfahrungen in Nicaragua berichten. Kein unwichtiger Baustein in der Städtefreundschaft, wenn man weiß, dass San Carlos’ amtierender Bürgermeister in den 80er Jahren als junger Mann mit beeindruckendem Afro-Look selbst auf Austausch in Nürnberg war und unter anderem im damaligen Komm (heute K4) gearbeitet hat.
Mi. 25.04.12
Fr. 02.03.12
Mi. 04.01.12