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Tausche Schule gegen Schiff

32 Schüler erleben sechs Monate Abenteuer im „Klassenzimmer unter Segeln“ - 13.02.12

Morgens 8 Uhr, 25 Grad Lufttemperatur, 26 Grad Wassertemperatur. Während sich ihre Mitschüler in Nürnberg im Dunkeln durch kalte Winterluft auf den Weg zur Schule machen, weht Jakob Wittmann und Jakob Schöttner eine laue Karibikbrise um die Nase. Die beiden Zehntklässler haben den Unterricht am Labenwolf-Gymnasium ein halbes Jahr gegen das „Klassenzimmer unter Segeln“ der Uni Erlangen-Nürnberg getauscht. Per Satellitentelefon haben uns die Jungs von ihrem großen Abenteuer auf dem Segelschiff „Thor Heyerdahl“ erzählt.

190 Tage Abenteuer: Zum vierten Mal ist das „Klassenzimmer unter Segeln“ unterwegs. Nächste Station der Reise ist Kuba.
190 Tage Abenteuer: Zum vierten Mal ist das „Klassenzimmer unter Segeln“ unterwegs. Nächste Station der Reise ist Kuba.
Foto: privat
190 Tage Abenteuer: Zum vierten Mal ist das „Klassenzimmer unter Segeln“ unterwegs. Nächste Station der Reise ist Kuba.
190 Tage Abenteuer: Zum vierten Mal ist das „Klassenzimmer unter Segeln“ unterwegs. Nächste Station der Reise ist Kuba.
Foto: privat

Jakob, wo seid ihr denn gerade?


Nach der dreiwöchigen Atlantiküberquerung stand für die beiden Nürnberger Jakob Schöttner (oben), Jakob Wittmann (rechts) und ihre 30 Mitschüler auf der Thor Heyerdahl bislang zum Beispiel ein mehrtägiges Camp im Regenwald von Panama auf dem Programm.
Nach der dreiwöchigen Atlantiküberquerung stand für die beiden Nürnberger Jakob Schöttner (oben), Jakob Wittmann (rechts) und ihre 30 Mitschüler auf der Thor Heyerdahl bislang zum Beispiel ein mehrtägiges Camp im Regenwald von Panama auf dem Programm.
Nach der dreiwöchigen Atlantiküberquerung stand für die beiden Nürnberger Jakob Schöttner (oben), Jakob Wittmann (rechts) und ihre 30 Mitschüler auf der Thor Heyerdahl bislang zum Beispiel ein mehrtägiges Camp im Regenwald von Panama auf dem Programm.
Nach der dreiwöchigen Atlantiküberquerung stand für die beiden Nürnberger Jakob Schöttner (oben), Jakob Wittmann (rechts) und ihre 30 Mitschüler auf der Thor Heyerdahl bislang zum Beispiel ein mehrtägiges Camp im Regenwald von Panama auf dem Programm.

Jakob W.: Wir liegen im Nordwesten Panamas vor Anker und haben gerade drei Wochen Landaufenthalt hinter uns. Wir haben eine mehrtägige Exkursion in den Regenwald gemacht, Panama City besichtigt und in Gastfamilien gelebt. Außerdem hatten wir Unterricht in einer Sprachenschule und haben alle Spanisch gelernt.


Regenwald, wow. Erzähl mal...

Jakob W.: Das war beeindruckend, vor allem die Vielfalt der Pflanzen. Völlig anders eben, als wenn man in Deutschland in den Wald geht. Wir haben außerdem Schlangen und Affen gesehen. Einige von uns mussten auch Referate halten, zum Beispiel über die Nutzpflanzen der Tropen. Das ist schon cool, wenn man mitten im Regenwald steht und hautnah erlebt, was man gerade theoretisch hört.

Mitte Oktober seid ihr in Kiel losgesegelt. Das erste Ziel war Teneriffa. Wie verliefen diese ersten Tage?

Jakob S.: Zuerst hatten wir alle natürlich Segelunterricht. Wir mussten uns außerdem erst an den Bordalltag gewöhnen, denn wir Schüler müssen natürlich mit anpacken. Man ist ziemlich ausgelastet: Jeder muss zweimal am Tag drei Stunden Wachdienst machen, also Segel kontrollieren, steuern oder navigieren. Am nervigsten ist die Schicht nachts von zwei bis fünf.



Jakob W.: Außerdem müssen wir in der Kombüse helfen und das Schiff reinigen. Dafür haben wir aber auch nur jeden zweiten Tag Unterricht: Eine Gruppe lernt, die andere macht Dienst.

Gefällt euch das Leben an Bord?

Jakob S.: Der heftige Sturm auf dem Weg nach Teneriffa war nicht so toll. Aber seitdem wir in der Karibik angekommen sind, ist es fantastisch. Auf den Tobago Keys haben wir „Riff-Ferien“ gemacht, waren in türkisblauem Wasser schnorcheln und haben Kokosnüsse gepflückt. Nachts in der Hängematte an Deck zu schlafen und tagsüber in der Sonne Unterricht zu haben, während Wasser über die Reling spritzt und einem die Füße kühlt, macht riesigen Spaß.

Bestimmt gibt es aber auch irgendetwas, das ihr vermisst...

Jakob W.: Die Essensauswahl an Bord ist begrenzt. Manchmal hätte man Lust, wie zu Hause einfach an den Kühlschrank zu gehen oder ein paar Süßigkeiten zu naschen. Und ich möchte mal wieder durchschlafen.

www.kus-projekt.de
  



Interview: KRISTINA BANASCH

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