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3:2 gegen Hoffenheim: Der Club schreibt Vereinsgeschichte

Der 1. FC Nürnberg siegt zum ersten Mal gegen die Kraichgauer und steht auf Platz zehn - 28.04.2012 18:54 Uhr

SINSHEIM  - Der Club macht weiter Spaß – und schreibt mit dem 3:2-Sieg in Sinsheim gegen Hoffenheim sogar Vereinsgeschichte: Es war der erste Sieg im siebten Pflichtspiel gegen die Kraichgauer, Nürnberg ist jetzt Tabellen-Zehnter. Und es könnte nächste Woche sogar noch etwas weiter nach oben gehen.

Tomas Pekhart zieht ab und trifft zum ersten Mal - später folgte noch ein zweites Tor des Tschechen gegen Hoffenheim.
Tomas Pekhart zieht ab und trifft zum ersten Mal - später folgte noch ein zweites Tor des Tschechen gegen Hoffenheim.
Foto: Wolfgang Zink / DaMa
Tomas Pekhart zieht ab und trifft zum ersten Mal - später folgte noch ein zweites Tor des Tschechen gegen Hoffenheim.
Tomas Pekhart zieht ab und trifft zum ersten Mal - später folgte noch ein zweites Tor des Tschechen gegen Hoffenheim.
Foto: Wolfgang Zink / DaMa

Die letzten zwei, manchmal drei Spieltage einer Bundesliga-Saison können ganz schön zäh sein. Vor allem für Vereine, die sich im so genannten Niemandsland der Tabelle aufhalten, also weder Abstiegsangst verspüren noch Europacupeuphorie. Wie die TSG Hoffenheim und der 1. FC Nürnberg am Samstagnachmittag; da es für Ende April auch noch ungewöhnlich heiß war im Kraichgau, musste man fast mit dem Schlimmsten rechnen.

Nach 90 immerhin unterhaltsamen, aber selten gutklassigen Minuten stand ein schöner 3:2 (1:1)-Erfolg für den etwas willensstärkeren Club, der auf Platz zehn klettern konnte und vor dem Saisonfinale sogar noch theoretische Europa-League-Chancen hat. Drei Punkte und drei Tore fehlen auf Hannover 96. „Man wird sehen“, sagte Trainer Dieter Hecking, „ob der Fußball-Gott noch einen raushaut.“

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Mit 3:2 hat der 1. FC Nürnberg am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga die TSG 1899 Hoffenheim besiegt. Für den Club war es der erste Pflichtspielsieg über die Kraichgauer überhaupt. Wie sich die einzelnen Spieler aus Sicht der NN-Sportredaktion dabei geschlagen haben, lesen Sie in unserer Einzelkritik.




Viel wichtiger war ihm, dass seine Fußballer in Sinsheim eine starke Reaktion zeigten nach dem eher trostlosen 1:1 gegen Hamburg in der Vorwoche. Tomas Pekhart (9., 71.) und Daniel Didavi kurz vor der Pause trafen für Nürnberg, Hoffenheims Torschützen hießen Andreas Beck (1:1, 22.) und Edson Braafheid (2:3, 88.). „Die Mannschaft“, schwärmte Hecking, „hat zum wiederholten Mal ihren hervorragenden Charakter gezeigt.“

Pekhart nutzt den Abpraller

Der Trainer nutzte die Gelegenheit und sah sich Per Nilsson mal wieder im Wettkampf an, für Mike Frantz rotierte Markus Feulner in Nürnbergs Elf. Die gleich ihre erste Chance nutzte: Tomas Pekhart traf aus wenigen Metern, nachdem Tom Starke den Ball nach vorn hatte abprallen lassen. Das sollte man als Torwärter vermeiden; manchmal, wie am Samstagnachmittag, passiert es allerdings auch ungewollt. Daniel Didavi hatte der Kugel bei seinem 20-Meter-Schuss zuvor viel Effet mitgegeben.


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Der 1. FC Nürnberg hat zum ersten Mal in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewonnen: Tomas Pekhart mit zwei Toren und Daniel Didavi mit einem Treffer sorgten für den 3:2-Erfolg über die Kraichgauer. Damit hatte der FCN im Frühjar 2012 sogar noch theoretische Chancen auf den Einzug in die Europa League.

Hoffenheim reagierte, wie man es erwarten durfte – allerdings selten wirklich durchdacht. Meistens öffneten erst fremde Nachlässigkeiten den Weg vor Raphael Schäfers Kasten, der Torwart verdiente sich neben Hanno Balitsch ein Sonderlob. Den Ausgleich konnten aber auch sie nicht verhindern, als Beck die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie stolperte.

Es ging hin und her, jedoch in gemächlichem Tempo. Dass Hoffenheims Abwehr relativ einfach auseinanderzunehmen war, demonstrierte Balitsch mit einem traumhaften Steilpass auf Feulner, seine Hereingabe drückte Daniel Didavi ins Netz. Sein neunter Saisontreffer.

Bunjaku krönt seine gute Leistung nicht


Den auch Kollege Pekhart wenig später folgen ließ: Mit einer wahren Energieleistung schaffte er das 3:1 (71.), Braafheid konnte zwei Minuten vor Schluss bloß noch verkürzen. Was nicht weiter aufgefallen wäre, wenn der früh eingewechselte Albert Bunjaku seinen mutigen Auftritt mit dem einen oder anderen Treffer gekrönt hätte. „Eine gute Leistung von ihm“, sagte Hecking.

Das war's. Über 5000 Gäste-Fans feierten hinterher ihren Club für seine beachtliche Erfolgsserie (elf Punkte aus fünf Spielen) und stolze 42 Punkte. 45 könnten es noch werden. Nächste Woche, gegen Leverkusen. Wenn es plötzlich wieder um etwas mehr gehen könnte.

Hoffenheim: Starke; Beck, Vestergaard, Compper, Johnson – Rudy, Salihovic - Vukcevic, Musona (69. Mlapa), Babel (87. Braafheid) – Schipplock (75. Lakic).

Nürnberg: Schäfer; Feulner, Wollscheid, Nilsson, Pinola – Simons – Chandler, Balitsch, Didavi (75. Wießmeier), Mak (25. Bunjaku) – Pekhart (83. Hegeler).

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg).

Zuschauer: 30150 (ausverkauft).

Tore: 0:1 Pekhart (9.), 1:1 Beck (23.), 1:2 Didavi (45.), 1:3 Pekhart (71.), 2:3 Braafheid (88.).

Gelbe Karten: Beck (13) – Chandler (5).

 

  

von Wolfgang Laaß


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Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
über 14.000


Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

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