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Am Reichelsdorfer Keller wird seit 108 Jahren Radsport-Geschichte gelebt

Der Verein Sportplatz startet mit seinen Mittwochsrennen in die neue Bahnsaison in und um Nürnbergs ältester intakter Sportstätte — Jede Woche ein Steherrennen - 15.05.2012 07:00 Uhr

Nürnberg  - Am 20. Mai starten die Steher offiziell in die Saison am Reichelsdorfer Keller — dort wird aber viel mehr geboten als nur laute Motorräder.

Die Schönheit der Steilkurven: Ab sofort regieren im Reichelsdorfer Keller wieder die Steher-Gespanne.
Die Schönheit der Steilkurven: Ab sofort regieren im Reichelsdorfer Keller wieder die Steher-Gespanne.
Foto: Michael Matejka
Die Schönheit der Steilkurven: Ab sofort regieren im Reichelsdorfer Keller wieder die Steher-Gespanne.
Die Schönheit der Steilkurven: Ab sofort regieren im Reichelsdorfer Keller wieder die Steher-Gespanne.
Foto: Michael Matejka

Die leichten Rennmaschinen sind blitzblank geputzt, die Reifen prall gefüllt und die Ketten gut geölt, wenn morgen (16. Mai) auf der Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller der Startschuss zur diesjährigen Bahnsaison fällt. Rund 120 Radsportler aus zahlreichen bayerischen Vereinen starten ab 18.20 Uhr beim ersten diesjährigen „Mittwochabend-Rennen“. Bis zum 26. September kämpfen dabei ehrgeizige Neulinge, vielseitige Allrounder und routinierte Bahnspezialisten jeden Mittwoch um Wertungspunkte für den „Radsport-Duschl-Cup“.

Unter den drei verbliebenen bayerischen Radrennbahnen in Augsburg, Nürnberg und Niederpöring erfreut sich die rustikale 400-Meter-Betonpiste am Keller noch immer größter Beliebtheit, worauf man beim Verein Sportplatz zu Recht sehr stolz ist. „Unsere Bahn ist mit Abstand Nürnbergs älteste intakte Sportstätte. Sie ist seit 1904 in Betrieb und bei den Radsportlern noch so beliebt wie vor mehr als hundert Jahren“, sagt Andreas Zentara, der Vorsitzende des Vereins, der die Bahn 1903 erbaute und bis heute instand hält.


„Die Resonanz bei den nordbayerischen Radsportvereinen ist auch heuer wieder sehr gut“, freut sich Mittelfrankens Bahnfachwart Stefan Storck, der in Zusammenarbeit mit dem LV-Fachwart Bernd Wächter und den fränkischen Vereinen ein umfangreiches Programm für sämtliche Klassen vorbereitet hat, das bei den Vereinen gut ankommt. Treue Stammgäste sind bei den „Mittwochabend-Rennen“ am Keller seit Jahren zahlreiche Fahrer aus Herzogenaurach, Strullendorf, Lauf, Ansbach und Weißenburg. Auch Sportler aus München, Landshut, Ellwangen, Gera und Schweinfurt, die sich im Vorjahr spannende Kämpfe mit den Lokalmatadoren aus Herpersdorf, Wendelstein und Nürnberg lieferten, werden wieder erwartet.

Das Trainings-Programm umfasst wieder sämtliche olympische Disziplinen, wobei auch die Sprinter und die Spezialisten gegen die Uhr nicht zu kurz kommen werden. Wir wollen das Programm jede Woche so abwechslungsreich wie möglich gestalten“, verspricht Stefan Storck. Nach den Wettbewerben für Schüler, Jugendfahrer, Junioren und Amateure starten jeweils um 19.45 Uhr bis zu neun Steher und Schrittmacher zu einem rasanten Trainingslauf über 30 Kilometer. Erstmals winkt den Gespannen dabei der neu eingeführte „Metall-Schwarz-Cup“, der dafür sorgen wird, dass auch die Steherfans auf ihre Kosten kommen.
  

marr


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