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Fast drei Jahre ist Areva bereits Haupt- und Trikotsponsor des 1. FC Nürnberg. Das Unternehmen mit fast 3000 Mitarbeitern am größten deutschen Standort Erlangen liefert nicht nur Anlagen zur Nutzung von erneuerbaren Energien, sondern baut unter anderem auch weltweit Atomkraftwerke — nicht erst seit den Reaktor-Katastrophen in Japan ein extrem heikles Thema.
Und mittendrin: der Club. Die Areva-Gruppe jedenfalls verliert aufgrund der fatalen Kernschmelzen in Fernost drastisch an Wert, die Aktienkurse fielen gestern um bis zu zehn Prozent. Außerdem will Siemens seinen 34-prozentigen Anteil an Areva bis Januar 2012 verkauft haben. Areva also in schweren Turbulenzen — aber ohne Folgen für den 1. FC Nürnberg. Vorerst.
„Nach aktuellem Stand wird Areva auch in der nächsten Saison unser Hauptsponsor sein“, erklärt Finanzvorstand Ralf Woy, der Vertrag ist noch bis 2012 gültig. Auch Christian Kothe, bei Vermarkter Sportfive vorrangig für den 1. FC Nürnberg zuständig, befürchtet „kurzfristig keine Auswirkungen“.
Auf der ethisch-moralischen Ebene hingegen dürften die aktuellen GAU-Meldungen aus Japan nicht spurlos am Club vorüberziehen. „Natürlich wird es jetzt Diskussionen geben“, sagt auch Woy, ohne eine Wertung vornehmen zu wollen, „aber Areva ist und bleibt unser Partner.“
Ob allerdings auch die Marke 1. FC Nürnberg mittelfristig davon profitiert, wenn auf den Trikots weiter Kerntechnik angepriesen wird, ist aufgrund der aktuellen Entwicklungen zumindest fraglich.
Fr. 02.03.12
Sa. 28.01.12
Di. 13.12.11
Mo. 12.12.11
Mi. 09.11.11