|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Auf der Suche nach einer Verstärkung ist der Sportvorstand nun schon einmal fündig geworden. Bloß auf dem Platz wird der Neue blöderweise nicht helfen, als Seelentröster immerhin könnte er funktionieren. Deshalb heißt es nun am Valznerweiher: „Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.“ Martin Bader zitiert Erich Kästner, Dieter Hecking beschäftigt sich derweil mit den neuen Steinen, die ihnen beim 1. FC Nürnberg im Weg liegen.
Juri Judt, zum Beispiel, wird den letzten Hinrunden-Auftritt sicher verpassen, der Rechtsverteidiger blieb gestern im Vormittagstraining im Rasen hängen, zog sich dabei eine knöcherne Absprengung im rechten Mittelfuß zu und muss nun vier Wochen Gips tragen. Ob Tomas Pekhart und Marvin Plattenhardt heute die Reise gen Leverkusen mitmachen können, ist ebenfalls noch nicht sicher. Pekhart ist gerade erst von einer Grippe genesen, Plattenhardt plagt sich mit Adduktoren-Problemen herum.
„Das ist kennzeichnend für unsere Vorrunde“, sagt Hecking. Sollte neben Judt auch Plattenhardt ausfallen, droht „ein Problem auf den Außenbahnen“ (Hecking), wo ja auch schon Timothy Chandler aufgrund seiner Sperre und der verletzte Javier Pinola fehlen. Rechts immerhin wären Jens Hegeler und Wilson Kamavuaka Alternativen, links müsste Hecking Einfallsreichtum beweisen.
„Das ist eine Situation, die die Sorgenfalten vermehrt“, sagt Bader zu den schlechten Nachrichten. Zwar hatte man auch im Vorjahr Verletzungssorgen, konnte sich damals aber immerhin mit dem schönen Blick auf die Tabelle trösten. Jetzt trifft sie beim Club die „schlechte personelle Situation“ (Hecking) mitten im Abstiegskampf. „Wenn beides zusammenkommt“, sagt Bader, „ist das doppelt problematisch, uns macht das auch keinen Spaß.“
Da sich der Kästner-Fan aber nun auch dem Schönen verpflichtet fühlt, will Bader nicht nur jammern: „Warum soll ich mir über die Tagesaktualität Gedanken machen? Es stimmt vieles in dieser Mannschaft und diesem Verein.“ Was nicht stimmt, erklärt Bader dann aber auch noch: „Wir haben genug Spieler, aber womöglich zu wenig Konkurrenzkampf.“ Ähnlich sieht das sein Trainer, der aber die Hoffnung, dass dieser Konkurrenzkampf noch beginnt, nicht aufgegeben hat. Die Reaktion derer, die die Lücken füllen, meint Hecking, „muss dann auch kommen“.
Eine Idee, wie man trotz aller Sorgen die „schwere Aufgabe zum Hinrundenabschluss“ bestehen könnte, hat Hecking natürlich auch. „Wir müssen sofort in die Zweikämpfe kommen, dann kann man sie in der Rückwärtsbewegung erwischen“, sagt Hecking. Erwischt man sie nicht, droht die nächste Niederlage — und eine Winterpause voller Diskussionen, die im Ton schärfer ausfallen dürften, würde man am Dienstag auch noch das Pokalspiel gegen Fürth verlieren.
Man leidet also derzeit an sich selbst am Valznerweiher, darf sich so aber dem Gegner vom Samstag zumindest im Geiste verbunden fühlen: Leverkusen braucht Ruhe. „Alles an André Schürrle schreit nach Urlaub, Pause, Relaxen“, konstatierte das Fachmagazin kicker nach Bayers Nullnull in Hannover am vergangenen Wochenende. Ob man sich auch in Nürnberg auf die Winterpause freut? „Ja, klar“, sagt Bader. Nur zur Lektüre wird er dann wenig Zeit finden, er muss ja Verstärkungen suchen.

Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Fr. 18.05.12