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Die Geschichte der Ice Tigers mag überschaubar sein, ebenso die Chronik ihrer Erfolge — die Liste namhafter und ausgezeichneter Trainer ist hingegen außergewöhnlich umfangreich: Jozef Golonka trat im zugigen Lindestadion als Deutscher Meister hinter die Bande, Bob Murdoch kam als NHL-Trainer des Jahres, Greg Poss als DEL-Trainer des Jahres. Ein Mitglied der „IIHF-Hall of Fame“, der Ruhmeshalle des Eishockey-Weltverbands, hat es bei den Ice Tigers jedoch noch nicht gegeben.
Bis zu diesem 10. Dezember 2012.
Am Samstag hatte er nach einer Unterredung mit Ice Tigers-Sportdirektor Lorenz Funk im schwedischen Gävle einen Vertrag bis Saisonende unterschrieben, heute wird Bengt-Ake Gustafsson, 54 Jahre alt, in Karlskoga am Möckeln geboren, auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden und seine erste Trainingseinheit als Trainer der Ice Tigers leiten. Yan Stastny und Steven Reinprecht, den namhaftesten, weil ausgiebig NHL erfahrenen Profis, wird dann ein ernsthafter Schwede gegenüberstehen, der als erster Trainer überhaupt die Nationalmannschaft seines Heimatlandes im selben Jahr (2006) zu einem Olympiasieg und einem Weltmeisterschaftserfolg geführt hat, der sich als Spielmacher in 661 NHL-Spielen einen Namen gemacht und die vorher und nachher weitgehend unbedeutenden VEU Feldkirch als 40 Jahre alter Routinier zum sensationellen Gewinn der (so allerdings nicht genannten) Eishockey-Champions League geschossen hat. Es ist anzunehmen, dass Thomas Sabo und Lorenz Funk auf genau diesen Moment der Ehrfurcht und des Respekts spekuliert haben.
„Wir hoffen, dass es Herrn Gustafsson mit seiner Erfahrung gelingt, die Mannschaft zu stabilisieren, so dass sie nun ihr echtes sportliches Gesicht zeigt, da die Zusammenstellung des Kaders unter Fachleuten nach wie vor unumstritten ist“, ließ Thomas Sabo per E-Mail wissen. Einen bekannteren Mann als Gustafsson hätte er für diese Aufgabe kaum verpflichten können. Der Schwede spricht Deutsch und Englisch, war Klubtrainer in Österreich, der Schweiz und zuletzt in der russischen KHL bei Mytischtschi. Damals sagte er zum Dienstantritt, dass „Angriff die beste Verteidigung ist. Wenn wir den Puck haben, kann der Gegner keine Tore schießen. Wenn wir uns den Puck schnappen und 60 Minuten nicht mehr hergeben, bin ich glücklich.“ So hätte man auch die Eishockey-Philosophie seines Vorgängers umschreiben können.

Di. 18.06.13
Mo. 17.06.13
Fr. 07.06.13
Fr. 31.05.13
Do. 23.05.13