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Bloß nicht nervös werden

Bei der Spielvereinigung Greuther Fürth setzt man weiter auf gelassene Zuversicht - 22.02. 18:00 Uhr

FÜRTH  - Die weiß-grüne Karawane zieht weiter: Unaufgeregt hat man am Fürther Ronhof das 0:0 in Ingolstadt hingenommen. Analysieren, kurz ausruhen und  weitermachen: Man will sich so gut wie möglich positionieren für das große Finale der Zweiten Liga.

Es wird bald wieder besser — Thomas Kleine verspricht es.
Es wird bald wieder besser — Thomas Kleine verspricht es.
Foto: Zink
Es wird bald wieder besser — Thomas Kleine verspricht es.
Es wird bald wieder besser — Thomas Kleine verspricht es.
Foto: Zink

In Düsseldorf, der Heimatstadt des Fürther Trainers, beginnt gerade eine Diskussion, die man aus Sicht der Spielvereinigung nur zu gut kennt. Nach eroberter Tabellenführung und allenthalben guten Kritiken kommt der Moment, von dem an alles nicht mehr so selbstverständlich läuft. Und plötzlich steht man da und muss sich einen Reim machen auf fünf sieglose Spiele und den Verlust des Aufstiegsplatzes.

Ist das jetzt Krise? Oder fehlt nur Glück, vom Pech ganz zu schweigen? Nach dem 1:2 beim TSV 1860 in München schlägt man sich bei der Fortuna auf die Brust und pfeift ganz laut im dunklen Wald: Verloren trotz der besten Leistung seit langem, also keine Krise — aber halt verloren. Wieder verloren.



In Fürth nickt man wissend: Wie oft gab es ähnliche Lagen, wie oft wurde nach Erklärungen gesucht. Am Schluss stand man unter dem Strich, der die Aufsteiger vom Rest des Feldes trennt, und die Gründe waren, wie so oft im Sport, vielschichtig. Gelernt hat man beim Kleeblatt daraus, immerhin: Nach dem 0:0 beim FC Ingolstadt bleibt es ganz ruhig, obwohl man nach dem Remis beim Abstiegskandidaten von zwei verlorenen Zählern sprechen könnte.

„Rang drei, zwei Punkte hinter dem Tabellenführer, ist  nach 22 Spielen eine hervorragende Ausgangsposition“, sagt Rachid Azzouzi. „Wenn am Ende die Big Points vergeben werden, müssen wir immer noch dran sein“, fordert der Kleeblatt-Manager. Dann können die Fürther, zurzeit beste Heimelf, den Vorteil nutzen, dass sie sowohl den FC St. Pauli als auch Fortuna Düsseldorf in der Endphase der Saison im eigenen Stadion erwarten.

Was Loriot schon wusste

Um ein Bonmot des seligen Loriot zu verwenden: Gerade in Liga zwei ist nicht alles Lametta. „Höhepunkte wie das 5:1 gegen Paderborn sind nicht die Normalität“, weiß Azzouzi und blickt voraus: „Spiele wie gegen Ingolstadt kommen jetzt noch mehrere auf uns zu.“ Kärrnerarbeit gegen Abstiegskandidaten  gehört eben zu einer erfolgreichen Saison.  „Wir haben es ja in der Vergangenheit auch schon oft sehr gut gemacht gegen Mannschaften, die nur in der Defensive gestanden sind“, sagt Kapitän Thomas Kleine, „deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir das nächste Mal auch treffen werden.“

Nach dem lockeren Pflegetraining gestern dürfen die Kleeblatt-Kicker heute einen freien Tag genießen, ab Mittwoch ist alles auf den samstäglichen Gast fixiert. Der ist zwar kein Abstiegskandidat, aber nicht minder gefährlich, da er ohne Druck aufspielen kann. Den „gefühlten Erstligisten“ (Azzouzi) VfL Bochum – als Vorjahres-Dritter erst in der Relegation gegen Borussia Mönchengladbach am Aufstieg gescheitert – drückt zwar mittlerweile eine hohe Schuldenlast (sechs Millionen Euro). Aber im Niemandsland der Tabelle stehend, ärgert man Favoriten besonders gerne – denn dadurch kann man sich wenigstens ein bisschen Ruhm erspielen in einer verkorksten Saison. 



VON JÜRGEN SCHMIDT

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.