"20000 Fans, die ihre Mannschaft nach vorn peitschen, das war total geil." Mike Büskens begeisterte sich auch eine Woche danach noch ein wenig an der Stimmung beim Pokalsspiel seiner Spielvereinigung Greuther Fürth in Braunschweig. Wohl wissend, dass er am Sonntag (13.30 Uhr) im Ronhof anlässlich des ersten Punktspiels gegen den Karlsruher SC mit weniger Unterstützung von den Rängen zufrieden sein muss.
Mit nicht mehr als 7500 Zuschauern rechnen die Fürther zum Auftakt der neuen Saison, die deutlich erfolgreicher als die vergangene werden soll. Und Büskens will mit einem Sieg wenigstens die glücklich machen, die kommen, auch wenn er das etwas umständlich ausdrückt: "Es wäre schön, wenn wir eine positive Emotionalisierung schaffen könnten."
Das Kleeblatt hat an den ersten vier Spieltagen nicht weniger als drei Heimspiele. Die Voraussetzungen, um früh Schwung für den langen Anlauf auf einen vorderen Tabellenplatz in der Endabrechnung aufzunehmen, sind also nicht schlecht. Auch in personeller Hinsicht gibt es keine Probleme. Alle Spieler, die für die Startelf infrage kommen, sind fit. Die Karlsruher haderten nach ihrem Pokal-Aus in Ingolstadt vor allem mit ihrer Chancenverwertung. "Da waren drei Hundertprozentige, daraus müssen wir ein Tor machen", sagte der hinterher von Trainer Markus Schupp deutlich kritisierte KSC-Kapitän Alexander Iashivili.
Wie in glorreichen Uefa-Cup-Zeiten munter drauflos stürmende Badener erwartet man in Fürth freilich nicht. "Sie werden uns nicht den Gefallen tun, wie wild nach vorn zu spielen", mutmaßt Büskens. Vielleicht wird es ja trotzdem eine Partie, die die SpVgg-Fans positiv emotionalisiert.
Fürth: Grün; Schröck, Kleine, Biliskov, Rahn - Pekovic - Nehrig, Haas, Müller - Schahin, Onuegbu.
