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Club-Idol Pinola: Die Pause dauert länger

Der Argentinier verpasst auch Nürnbergs Auftritt in Augsburg - 07.02. 06:56 Uhr

NÜRNBERG  - Womöglich mit Balitsch, auf jeden Fall ohne Pinola — Club-Trainer Dieter Hecking macht sich Gedanken zur Partie gegen den FC Augsburg.

Während des Trainingslagers in Belek arbeitete Javier Pinola hart an seinem Comeback. Nun muss er sich noch weiter gedulden.
Während des Trainingslagers in Belek arbeitete Javier Pinola hart an seinem Comeback. Nun muss er sich noch weiter gedulden.
Foto: Sportfoto Zink
Während des Trainingslagers in Belek arbeitete Javier Pinola hart an seinem Comeback. Nun muss er sich noch weiter gedulden.
Während des Trainingslagers in Belek arbeitete Javier Pinola hart an seinem Comeback. Nun muss er sich noch weiter gedulden.
Foto: Sportfoto Zink

Für Javier Pinola war die Pause jetzt lang genug — meint Javier Pinola. Schade fand es der Argentinier, dass er nach seiner Verletzung nicht schon in der Partie gegen Borussia Dortmund mal wieder den Linksverteidiger hatte geben dürfen. Bei 80 Prozent, so die Selbsteinschätzung, war das eigene Leistungsvermögen schon in der vergangenen Woche wieder angelangt.

Gegen Augsburg, so hat man Pinola verstehen können, steht Pinola wieder auf dem Platz. Gegen Augsburg, so hat man Dieter Hecking nach dem Dortmund-Spiel verstehen müssen, steht Pinola auf keinen Fall wieder auf dem Platz: „Auch wenn Pinola etwas anderes sagt.“

Stattdessen gab es nach einem kurzen Training am Freitag erst einmal für alle eine Pause. „Das ist wichtig für den Kopf“, sagt Hecking, es folgen drei Monate voller Fußball, 14 Spiele in 13 Wochen. Besonders wichtig sind gleich die ersten beiden Wochen, wenn Nürnberg erst auf Augsburg und dann auf Köln trifft.

Bilderstrecke zum Thema
Trotz einer starken ersten Halbzeit hat der 1. FC Nürnberg das Spiel gegen den amtierenden Meister Borussia Dortmund mit 0:2 verloren. Der Club ließ in den ersten 45 Minuten beste Chancen aus - und wurde dafür vom BVB in der zweiten Hälfte bitter bestraft. Die Bilder zum Spiel sehen Sie in unserer Galerie.

Ein wenig Hoffnung macht da vorher immerhin Heckings Ausflug in die jüngere Vereins-Geschichte. „Das ist der identische Verlauf wie in der Vorrunde“, sagte der Trainer mit Blick auf die ersten drei Begegnungen des Jahres: ein verdienter Sieg gegen Berlin, überflüssige Niederlagen gegen Hannover und Dortmund („eine Kopie des Hinspiels“, Hecking), als jeweils nur eine gute Halbzeit gelang.

In der Vorrunde, die Nürnberg auf einem Nichtabstiegsplatz beendet hatte, folgte dann ein kleines Zwischenhoch mit Siegen gegen: Augsburg und Köln. „Bis jetzt haben wir gegen direkte Konkurrenten meistens gut gespielt und gepunktet“, sagt deshalb Torwart Raphael Schäfer. Da sie bislang auch in der Rückrunde gegen die nicht direkten Konkurrenten eher selten punkten, muss das Spielchen mit den anderen Abstiegskämpfern bis in den Mai hinein funktionieren.


In der Vorrunde immerhin sorgten die Punkte gegen die direkten Konkurrenten dafür, dass der Abstiegskandidat aus Nürnberg nur nach zwei Spieltagen (13 und 16) auf dem Relegationsplatz und sogar noch nie auf einem direkten Abstiegsrang stand.

Geheimer Test

Damit das so bleibt, hatte Schäfer nach der Niederlage von Hannover drei Punkte aus den Spielen gegen Dortmund und Augsburg gefordert — bleibt nun nur noch die Variante: Sieg in Augsburg. Klappt das nicht, könnte es ungemütlicher werden für Hecking, der dann wieder das erleben dürfte, was oft Hand in Hand geht mit dem von ihm ausdauernd gescholtenen fränkischen Pessimismus: das aufgeregte Umfeld.

Nach der Ruhe der vergangenen beiden Tage trifft man sich aber heute zunächst ganz entspannt wieder, um unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Unterhaching die Form der Rückkehrer zu testen. Klose, Balitsch oder Chandler — sie alle sind für das richtungsweisende Spiel am Sonntag Alternativen, Pinola nicht. Der muss sich in Geduld üben — worin er zu 100 Prozent nicht sonderlich gut ist. 



keb

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