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Gute Laune hatten sie mitgebracht und allerhand Feuerwerk, die rund 2000 Kölner, ist ja Karneval. Viele FC-Fans standen kostümiert im Block, man sah Bären, Tiger und ein paar Clowns. Die Party-Stimmung sollte ihnen aber im Lauf des Samstagnachmittags ausgerechnet ihre Lieblingsfußballelf gründlich vermiesen.
Viel war nicht los mit dem 1. FC Köln, der abgesehen von 20 ordentlichen Minuten nach der Pause doch enttäuschte im Frankenstadion. Den Nürnbergern wird’s egal sein, letztlich zählt nur der höchst bedeutsame 2:1 (1:0)-Heimsieg. Esswein erzielte nach knapp einer halben Stunde die Führung, Novakovic glich in der 66. Minute aus. Dass Pekhart noch das viel umjubelte 2:1 gelingen sollte, war letztlich der Lohn für eine kämpferische starke Leistung. Fußballerisch hingegen blieben erneut viele Wünsche offen. „Wir waren die bessere Mannschaft“, sagte Trainer Hecking dennoch; Nürnberg, meinte Kölns Lanig, „war im Strafraum effizienter“.
Essweins Kracher von der Strafraumgrenze war zugleich der erste Höhepunkt in einer bis dahin ganz schlechten Bundesliga-Partie. Beiden Mannschaften merkte man deutlich an, dass die Spielzeit allmählich in ihre vorentscheidende Phase eintritt. Mit Fußball hatte das Gekicke in der Anfangspahse jedenfalls nicht viel gemeinsam.
Auch beim Club vermisste man einen Plan, ein System. Bis Chandler, zuvor mit drei verunglückten Flankenversuchen aufgefallen, einfach mal draufhielt; sein Schuss prallte Esswein vor die Füße, der nicht lange überlegte. Mit 93,9 Stundenkilometern jagte er die Kugel in den Winkel. Sein nachfolgender Jubel mit Reservist Didavi, der vergangene Woche wie der Torschütze und Hegeler von Hecking kurzfristig aus der Startelf gestrichen worden war, hat Esswein sichtlich gut getan.
Danach wurde Nürnberg etwas munterer, man spürte, dass das Tor etwas Selbstbewusstsein gebracht hatte. Pekhart und Esswein kamen jeweils einen Schritt zu spät, der gute Balitsch wurde geblockt. Pech hatte Kölns Jajalo, dass sein Freistoß aus über 30 Metern nicht mehr abgefälscht wurde. Sonst wäre Schäfer wohl chancenlos gewesen.
Nach der Pause verpasste der Club durch Wollscheid und Feulner die Vorentscheidung, was sich wenig später rächen sollte. Novakovic nutzte meherer Unaufmerksamkeiten in Nürnbergs Defensive zum Ausgleich (66.) - und es schien, als müsste sich Nürnberg mal wieder mit einem Unentschieden begnügen. Bis zur 85. Minute: Flanke Esswein, Kopfball Pekhart – 2:1. Eine Erlösung. Für ihn, seinen FCN, die Fans. Dass Pekhart kurz darauf aus sechs Metern nur die Latte traf, geriet im Nürnberger Jubel schnell in Vergessenheit.
Nürnberg: Schäfer; Feulner, Maroh, Wollscheid, Hlousek – Simons – Chandler (82. Eigler), Hegeler (68. Didavi), Balitsch (76. Frantz), Esswein – Pekhart.
Köln: Rensing; Brecko, Geromel, McKenna, Sereno – Lanig (87. Ishak) - Riether, Jajalo (37. Eichner), Clemens – Peszko (64. Roshi), Novakovic.
Schiedsrichter: Dingert (Thallichtenberg). - Zuschauer: 38101. - Tore: 1:0 Esswein (28.), 1:1 Novakovic (66.), 2:1 Pekhart (85.). - Gelbe Karten: Schäfer (2), Hlousek (1), Simons (3) – Peszko (5), Brecko (5), Roshi (2).

Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Fr. 18.05.12
Fr. 18.05.12
Fr. 18.05.12
Do. 17.05.12
Do. 17.05.12
Do. 17.05.12