|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Philipp Wollscheid erklärte die Sache für erledigt. „Über den Schiedsrichter will ich nicht diskutieren“, sagte Nürnbergs Innenverteidiger nach 90 unerfreulichen Minuten in Hannover. Veranwortlich für Diskussionen und deren Ende ist beim 1. FC Nürnberg aber natürlich in erster Linie noch der Cheftrainer. Dieter Hecking wollte sehr wohl über den Schiedsrichter diskutieren — und über Wollscheid. Der war nach knapp einer Stunde in Hannovers Strafraum aufgetaucht, Nürnberg versuchte sich ja an einer Aufholjagd, da ist es nicht ungewöhnlich, dass ein Innenverteidger wie Wollscheid im Strafraum des Gegners auftaucht. Ungewöhnlich war es eher, wie Emanuel Pogatetz, wie Wollscheid ein Innenverteidiger, auf den Besuch seines Kollegen reagierte: Pogatetz, der die Aufholjagd verhindern wollte, streckte Wollscheid mit der Faust nieder.
Pogatetz’ Trainer war deshalb später ein bisschen böse, Wollscheids Trainer richtig sauer. „Man darf sich nicht mit einem Faustschlag wehren“, sagte Mirko Slomka. Ignoriert man die moralischen Aspekte, darf man das vor allem dann nicht, wenn der Schiedsrichter den Faustschlag sieht. Was dann passiert wäre, skizzierte Dieter Hecking so: „Rote Karte, Elfmeter, halbe Stunde Überzahl.“
Schiedsrichter Marco Fritz hatte die tatsächlich unübersichtliche Situation aber nicht gesehen, weshalb es hieß:
Keine Rote Karte, kein Elfmeter, keine Überzahl — und am Ende hatte Nürnberg verloren. „Das war eine klare Benachteiligung“, sagte Hecking. Die viel größere Benachteiligung war freilich, dass seine Mannschaft Hannovers Innenverteidigern in der ersten Halbzeit kaum Möglichkeiten gab, andere Innenverteidiger im eigenen Strafraum niederzustrecken. Nürnberg blieb zu lange blass. „Das hat das Spiel nicht entschieden“, sagte Dominic Maroh deshalb über das Foul an seinem Nebenmann.
So ähnlich sah das auch der Kapitän: Raphael Schäfer wollte lieber über die Zukunft diskutieren. „Aus diesen Spielen brauchen wir drei Punkte“, sagte der Torwart mit Blick auf die Partien am Freitag gegen Dortmund und eine Woche später beim FC Augsburg, „wir haben leider die große Chance verpasst uns ein wenig den Druck zu nehmen vor diesen schwierigen Aufgaben.“ Bis sie die Sache mit dem Klassenverbleib erledigt haben, hätte es aber so oder so noch ein wenig gedauert.

Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Fr. 18.05.12