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Club verdient sich dreckiges 1:0 gegen FCK

Erleichterung bei Fans und Spielern - Kaiserslautern ohne echte Torchance - 26.11. 17:43 Uhr

NÜRNBERG  - Es war eine fast schon klassische Situation. Der 1. FC Nürnberg führte früh gegen Kaiserslautern und verpasste anschließend die finale Entscheidung. Zu oft hatte man zuletzt Ähnliches erlebt und war danach enttäuscht. Diesmal sollte es reichen. Dank Timothy Chandlers zweitem Bundesliga-Treffer.

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Schon ab der ersten Minute spürte man den Willen, dass der Club dieses Spiel gewinnen wollte. Nach einer knappen Viertelstunde traf Chandler zum 1:0 - es sollte der einzige Treffer bleiben. Hier sind die Bilder vom Spiel.

Die Erleichterung sah man und hörte man vor allem. Als Schiedsrichter Tobias Welz die Bundesliga-Partie Nürnberg gegen Kaiserslautern beendete, muss ein Großteil der rund 37.000 Zuschauer fürchterlich gebrüllt haben. Es war jedenfalls extrem laut nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg, der eine spektakuläre Negativ-Serie stoppte. Acht Mal hintereinander hatte der Club zuvor nicht mehr gewonnen und schon erste Zweifel aufkommen lassen an der Bundesliga-Eignung. 

Die konnten sie auch am Samstagnachmittag nicht restlos ausräumen, fußballerisch glückte vieles eher zufällig oder gar nicht. Verdient hatten sie sich die drei Punkte trotzdem allemal, weil die Einstellung stimmte und man die Mehrzahl der Zweikämpfe (55 Prozent) für sich entscheiden konnte. Ein, wie es so schön heißt, dreckiger Sieg. „Nürnberg war uns in allen Bereichen überlegen“, lobte Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz, „und hat verdient gewonnen.“



Der Referee wollte es wohl so schnell wie möglich hinter sich bringen. Nicht eine Sekunde ließ Welz in der ersten Halbzeit nachspielen, die nur Abstiegskampf-Genießer großartig fanden. Fußball-Freunde mussten hingegen mit ganz, ganz wenig zufrieden sein. Richtige Torchancen gab es nicht, weil beide Teams zumindest defensiv einen ordentlichen Eindruck hinterließen und kompakt standen.

Nürnbergs 1:0 konnte man deswegen nicht unbedingt vorhersehen. Timothy Chandler war dynamisch nach innen gezogen und ließ Schlussmann Kevin Trapp mit seinem ebenso scharfen wie platzierten Linksschuss keine Chance (13.). „Jetzt wissen wir, dass wir es immer noch können“, sagte Chandler später; zum dritten Mal in Folge ging der Club in einem Heimspiel in Führung, was gegen Mainz und Freiburg jeweils lediglich zu einem Remis gelangt hatte.


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Na endlich: Der „Club“ meldet sich zurück, die Mannschaft ließ ihre Fans beim 1:0 gegen Kaiserslautern nach langer Zeit mal wieder jubeln. Wer waren die Sieggaranten für den ersehnten Dreier? NN-Sportredakteur Wolfgang Laass hat alle Spieler unter die Lupe genommen.

Folglich zogen sich die Nürnberger fortan zurück und versuchten es mit Kontern, welche allerdings oft schon in der Entstehung scheiterten. Sehenswert Daniel Didavis Traumpass in die Tiefe, doch Alexander Esswein verpasste den idealen Zeitpunkt für seinen Abschluss. Kaiserslautern kam zu zwei Freistößen (an die man sich am Sonntag nicht mehr erinnern wird), außerdem verzog Oliver Kirch aus gut und gerne 30 Metern knapp. Viel mehr war zunächst nicht los im Frankenstadion.


Was sich schon 29 Sekunden nach Wiederanpfiff ändern sollte, als Innenverteidiger Mathias Abel Christian Eiglers Hereingabe an den Pfosten lenkte. Fortan versuchte der FCK irgendwie Druck aufzubauen, wurde von aggressiven Nürnbergern dabei aber früh gestört. Die im Umkehrspiel allerdings häufig zu umständlich agierten; selbst in Überzahl missriet der letzte Pass oft (Didavi) oder überwog der Eigensinn. Esswein beispielsweise düste auf der linken Seite ein paar Mal auf und davon, traf in jeweils aussichtsreicher Position aber ständig die falsche Entscheidung. Als er abspielen musste, versuchte er es allein; als er es allein hätte versuchen müssen, spielte er ab.

Ausgelassener Jubel nach Chandlers Treffer zum 1:0-Endstand.
Ausgelassener Jubel nach Chandlers Treffer zum 1:0-Endstand.
Foto: Zink
Ausgelassener Jubel nach Chandlers Treffer zum 1:0-Endstand.
Ausgelassener Jubel nach Chandlers Treffer zum 1:0-Endstand.
Foto: Zink

Gegen den Ball allerdings zeigten die Nürnberger eine starke Leistung. „Meine Mannschaft hat den Gegner so bearbeitet, wie er bearbeitet werden muss“, analysierte Hecking; der FCK blieb nach der Pause ohne echte Möglichkeit, was auch an Dominic Marohs fehlerfreiem Auftritt lag. Hecking hatte ihn diesmal für Timm Klose gebracht und dürfte sehr zufrieden gewesen sein. Wie auch mit dem Rest.

Und das mit dem Fußball spielen klappt bestimmt auch wieder besser – wenn der Druck des Gewinnen-Müssens eines Tages vielleicht nicht mehr derart extrem sein sollte wie am Samstagnachmittag. „Heute“, sagte Trainer Hecking, „ging es nur um das nackte Ergebnis.“ 

Nürnberg: Schäfer; Chandler, Wollscheid, Maroh, Plattenhardt – Simons, Hegeler (89. Feulner) – Eigler (90. Kamavuaka), Didavi (75. Cohen), Esswein - Pekhart.

Kaiserslautern: Trapp; Orban, Amedick, Abel, Bugera – Kirch (78. Walch) – De Wit (68. Fortounis), Tiffert, Sahan (78. Nemec) - Shechter, Kouemaha.

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden). - Zuschauer: 37266. - Tore: 1:0 Chandler (13.). - Gelbe Karten:  Esswein (3), Feulner (4), Cohen (4), Pekhart (2) -  Kouemaha (2). 



Wolfgang Laaß

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Kurzbeschreibung:
Der 1. FCN - genannt "der Club" - hat folgende Titel errungen:
Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

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Die Club-Gegner in der Saison 2011/12

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