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Vor dem Anpfiff wäre man damit wahrscheinlich zufrieden gewesen, da hatte auch alles einigermaßen harmonisch begonnen: Kurz vor 15.30 Uhr bedankte man sich bei Andreas Wolf, seit dem Sommer ein Spieler des SV Werder, noch für 14 Jahre beim 1. FC Nürnberg, dann spielte man zunächst relativ unspektakulär Fußball. Das Treffen zweier Teams mit reichlich Selbstvertrauen wurde erst nach einer knappen Viertelstunde interessant, als Tim Wiese einen Freistoß von Markus Mendler aus knapp 25 Metern mit Mühe zur Ecke lenkte.
Noch mehr Mühe hatte Wiese zwei Minuten später weit vor seinem Tor mit Christian Eigler: Weil ein Alleingang des Angreifers drohte, riss der Torwart ihn um – und sah Rot. Mendler beförderte den Ball zwar trotzdem noch ins leere Tor, Schiedsrichter Jochen Drees hatte zum Unmut der Nürnberger da aber bereits abgepfiffen.
Vom Schock der Überzahl erholte sich Nürnberg erst wieder, als der Gast 1:0 in Führung lag. Mehmet Ekici hatte eine Schläfrigkeit der versammelten Club-Defensive zum ersten Tor des Nachmittags genutzt (24.), nach feiner Vorarbeit von Claudio Pizarro.
Nürnberg fiel in Überzahl erst wenig ein und kämpfte danach mit dem Unwetter, das sich über dem Frankenstadion austobte. Kaum ein Ball rollte noch weiter als fünf Meter über den Rasen, erst in der Pause kam die Sonne wieder zum Vorschein. Die Spieler ließen sich etwas länger Zeit, mit zwanzig Minuten Verspätung wurde die Partie fortgesetzt.
Ein Jahr hatte Albert Bunjaku auf sein Comeback in der Bundesliga warten müssen, nach der Unterbrechung war auch der Schweizer, eingewechselt für Javier Pinola, wieder dabei. Nürnberg startete mit einer defensiven Dreierkette (Wollscheid, Simons, Klose) und viel Schwung – und erspielte sich einige Halbchancen. Beim aussichtsreichsten Versuch stand Eigler im Weg, als Esswein aus 16 Metern geschossen hatte (49.).Nach 62 Minuten köpfte dann Philipp Wollscheid nach einer Ecke von Markus Feulner aufs Tor, im Weg stand auch niemand: 1:1.
Nach dem Ausgleich berauschte sich Nürnberg an gefühlten 90 Prozent Ballbesitz, erspielte sich aber kaum zwingende Chancen. Nach 80 Minuten führte man zumindest nach Eckbällen deutlich: 8:0. Am Ende hieß es in dieser Statistik 13:0 – in Erinnerung wird aber auch das nicht bleiben.
„Wir haben alles probiert und vieles richtig gemacht“, sagte Trainer Dieter Hecking zum Abschluss, „es waren gefühlte hundert Flanken, aber richtig klare Torchancen waren eher nicht dabei.“

Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Fr. 18.05.12
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Do. 17.05.12
Do. 17.05.12
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