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Daniel Didavi fällt monatelang aus

Knie-OP bremst Leihspieler des 1. FC Nürnberg - Bader sucht Verstärkungen - 17.05.2012 06:58 Uhr

Beim Freundschaftsspiel gegen Leutershausen klagte Daniel Didavi über Schmerzen in seinem  wegen eines gerissenen Meniskus’ operierten linken Knie. Ein Knorpelschaden ist zu befürchten.

Beim Freundschaftsspiel gegen Leutershausen klagte Daniel Didavi über Schmerzen in seinem wegen eines gerissenen Meniskus’ operierten linken Knie. Ein Knorpelschaden ist zu befürchten. © Sportfoto Zink / DaMa


Martin Bader macht zur Zeit das, was andere Fußball-Fans auch machen. Fußballspiele gucken, zum Beispiel. Am Dienstag war er gemeinsam mit Dieter Hecking in Düsseldorf, hat sich einen künftigen Bundesliga-Gegner angeschaut und versichert glaubhaft, dass er nicht dabei war, als freudentrunkene Fans etwas verfrüht den Aufstieg auf dem Platz zu feiern begannen. Ebenfalls in Düsseldorf war Baders Amtskollege aus Stuttgart.

Auch Fredi Bobic, der Manager des VfB, sah sich die Partie gemeinsam mit seinem Trainer an. Womit man dann beim zweiten Punkt wäre, der Bader derzeit mit dem gemeinen Fußball-Fan verbindet: Bader wartet. Bis gestern zum Beispiel auf Bobic und Labbadia, die sich heute zu einem letzten Gespräch mit dem vom VfB nach Nürnberg verliehen gewesenen Daniel Didavi treffen wollen, um dessen Zukunft zu klären.

Aber das wird entfallen, Bader, Bobic und Labbadia warten nun auf Didavis Genesung. Der U21-Nationalspieler wird sich einer Knie-Operation unterziehen müssen und für etwa sechs Monate ausfallen. Didavi hatte, wie gestern Abend bekannt wurde, erstmals im Freundschaftsspiel gegen Leutershausen am vergangenen Samstag über Schmerzen im zu Saisonbeginn wegen eines gerissenen Meniskus’ operierten linken Knie geklagt, ein Knorpelschaden steht zu befürchten, die genaue Diagnose soll die Operation ergeben.

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Bader, der den Kampf um Didavi noch nicht aufgegeben hatte („So viel Selbstvertrauen haben wir schon, dass wir uns da dann eine Lösung zutrauen“), muss nun so oder so umdenken. An einen Ersatz für Didavi ist zwar nicht primär gedacht, auf anderen Positionen hingegen will der Sportdirektor noch Lösungen finden, womit man an dem Punkt ist, der Bader vom normalen Fan unterscheidet. Während dem nichts anderes übrig bleibt, als darauf zu warten, dass sein Lieblingsverein irgendwann einen Neuzugang bekanntgibt, darf Bader an diesem Problem aktiv arbeiten. Deshalb fährt er quer durch die Republik, spricht mit Wunschkandidaten und telefoniert viel.

Innenverteidiger gesucht

Vornehmlich geht es derzeit um einen Innenverteidiger. Alleine mit Dominic Maroh, Per Nilsson und Timm Klose hatte man beim Club nicht in die Saison starten wollen. Jetzt, da auch noch Maroh weg ist, könnten es sogar zwei Innenverteidiger werden, die Bader und Hecking an den Valznerweiher holen. Geeinigt hat man sich noch mit keinem.

„Wir werden auch während der Europameisterschaft die Augen offen halten“, sagt Bader. Allerdings eher nicht, um einen Spieler des Europameisters zu verpflichten, sondern um vielleicht von den Verschiebungen zu profitieren, die ein Transfer des ein oder anderen EM-Stars bei anderen Vereinen im Mannschaftsgefüge auslösen könnte.

Mit Blick auf das eigene Mannschaftsgefüge steht die Verstärkung der Defensive ganz oben auf der Prioritätenliste. Für die Offensive sucht man allerdings auch noch. Es soll vorgesorgt werden für den Fall, dass Tomas Pekhart, der derzeit praktisch alleinverantwortlich wäre für Nürnbergs Offensivarbeit in vorderster Reihe, etwas passiert. „Wir brauchen einen, der akzeptiert, dass Tomas einen Bonus hat“, sagt Bader. Man sucht einen, der sich im Normalfall auf die Bank setzt — und der da auch sitzen bleibt. 

FADI KEBLAWI

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