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Das 100.000-Euro-Testspiel

4449 Fans feiern das flotte 7:3 ihrer Ice Tigers und ein stolzes Spendenergebnis - 30.08. 09:41 Uhr

NÜRNBERG  - Das Ziel war ambitioniert. 5000 Ice Tigers sollten zur Saisoneröffnung ein Fest feiern — und 25.000 Euro für das RTL-Kinderhaus gesammelt werden. Das erste Ziel wurde knapp verfehlt, gespendet aber wurden sogar 100.000 Euro und gefeiert wurde ausgiebig, vor allem die neue Mannschaft.


Der Paradeblock feiert noch zurückhaltend: Vitalij Aab (zwei Tore, eine Vorlage, von links), Ryan Bayda (1+1), Clarke Wilm (0+3, verdeckt), Fredrik Eriksson (2+0) und Power-Play-Gast Eric Chouinard (0+1) trafen nach Belieben.
Der Paradeblock feiert noch zurückhaltend: Vitalij Aab (zwei Tore, eine Vorlage, von links), Ryan Bayda (1+1), Clarke Wilm (0+3, verdeckt), Fredrik Eriksson (2+0) und Power-Play-Gast Eric Chouinard (0+1) trafen nach Belieben.
Foto: Matejka
Der Paradeblock feiert noch zurückhaltend: Vitalij Aab (zwei Tore, eine Vorlage, von links), Ryan Bayda (1+1), Clarke Wilm (0+3, verdeckt), Fredrik Eriksson (2+0) und Power-Play-Gast Eric Chouinard (0+1) trafen nach Belieben.
Der Paradeblock feiert noch zurückhaltend: Vitalij Aab (zwei Tore, eine Vorlage, von links), Ryan Bayda (1+1), Clarke Wilm (0+3, verdeckt), Fredrik Eriksson (2+0) und Power-Play-Gast Eric Chouinard (0+1) trafen nach Belieben.
Foto: Matejka

Dieser Tritt auf die Euphoriebremse muss sein: Ja, Augsburg trat gestern als amtierender Vizemeister in Nürnberg an, aber, nein, die aktuelle Mannschaft hat mit dem Überraschungsteam der Vorsaison derzeit wenig gemein. Ja, das 7:3 (0:1, 3:1, 4:1) der Ice Tigers gegen jene Augsburger hat 4449 Zuschauern im letzten Härtetest viel Vergnügen bereitet, wird aber am Freitag in Ingolstadt, wenn die Deutsche Eishockey-Liga in eine neue Spielzeit startet, vergessen sein. Aber ja, dieses neu aufgestellte Nürnberg macht einen durchaus vielversprechenden Eindruck — und nein, diese Einschätzung gibt es ohne Einschränkung.

Auch Fredrik Eriksson hatte „viel Spaß“ bei seinem ersten Spiel als Ice Tiger vor größerem Publikum. Und da wusste der Schwede noch nicht einmal, wen er kurz zuvor zwei heiße Pucks aus dem Netz hatte holen lassen. Sieben Gegentreffer hatte Augsburgs Nationaltorhüter Dennis Endras hinnehmen müssen, dabei hatte er noch zu Beginn wie jener schier unbezwingbare Torhüter von der Weltmeisterschaft im Frühjahr gewirkt. Aber „bester Spieler der WM?“ Da war Eriksson dann doch überrascht. „Paddy (Ehelechner, die Red.) ist bei weitem der beste Torhüter dieser Liga“, sagte der herausragende Verteidiger, „er ist in jedem Spiel unglaublich.“

Leeb kommt, sieht und trifft

Dazu sollte man wissen, dass Eriksson gegen Augsburg erst sein drittes Spiel gegen einen DEL-Konkurrenten absolviert hat. Ebenso erstaunlich wie des Skandinaviers profunde Kenntnis deutscher Torhüter, ist, wie souverän der 27-Jährige bereits das Überzahlspiel dirigierte und wie kaltschnäuzig er seine Schlagschüsse unerreichbar für Endras ins rechte Toreck setzte. Ein schussstarker Verteidiger, das könnte eine Überraschung der kommenden Saison werden, die Renaissance eines Paradeblocks die zweite.

Vitalij Aab, Clarke Wilm und Ryan Bayda, ein Rückkehrer und zwei Neuzugänge, erzielten ihre Treffer gestern nach Belieben. Dahinter mühte sich Greg Leeb nach vier Wochen Heimaturlaub ohne seinen Bruder (Brad Leeb hatte sich am Freitag beim 6:3 gegen Klagenfurt den Nacken gestaucht und soll spätestens ab Mittwoch wieder trainieren können) um Anschluss an die erstaunliche Frühform seiner Nebenleute, traf sogar zum 3:2. Der Trainer macht sich keine Sorgen um die Verfassung seines Führungsspielers. „Noch fehlt ihm die konditionelle Härte und die Spritzigkeit“, urteilte Andreas Brockmann, „aber das wird schnell wieder kommen.“

Nicht nur die sportliche Führung der Ice Tigers war zufrieden. Das Ziel, schon im August 5000 Fans in die Arena zu locken, wurde knapp verfehlt, 4449 Zuschauer aber waren für ein Testspiel ein stolzer Wert. Außerdem wurde ausgiebig gespendet. Ein Besucher kaufte 306 Freundschaftsbänder zu je einem Euro zugunsten des RTL-Kinderhauses. Und Thomas Sabo rundete die Spendensumme kurzerhand auf stolze 100.000 Euro auf.Tore: 0:1 Bentivolgio (13./5-4), 1:1 Frosch (26.), 1:2 Radja (29.), 2:2 Eriksson (34./5-3), 3:2 G. Leeb (38.), 3:3 Fletcher (45./5-4), 4:3 Aab (47.), 5:3 Eriksson (53/4-3), 6:3 Bayda (56./5-4), 7:3 Aab (57./5-3). 





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