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Das Franken-Derby wird erstklassig

Wer jetzt noch rechnet, ist selber schuld - 16.04.2012 14:25 Uhr

So schaut's aus: Dieter Hecking und sein Club freuen sich auf die Spielvereinigung.

So schaut's aus: Dieter Hecking und sein Club freuen sich auf die Spielvereinigung. © Zink


Wer jetzt noch rechnet, ist selber schuld - oder ein in seinem Kulturpessimismus völlig unbelehrbarer Franke. Aber wenn doch ... Nichts da, Schluss damit. Am 24. August beginnt die Bundesligaspielzeit 2012/13, es ist die fünfzigste seit 1963/64 – und nach einem halben Jahrhundert erlebt das größte nationale Ballhaus erstmals Deutschlands ältestes Fußball-Derby: Nürnberg gegen Fürth. Einmal, vor 92 Jahren, war es sogar das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft , auf den Sandhöfer Wiesen in Frankfurt am Main gewann der Club, für den es der erste Titel war, mit 2:0.

Die vergangenen Tage stehen jetzt für die erdenklich schönste fränkische Fußball-Renaissance, die englische Woche mit drei Spielen war vor allem auch eine fränkische. Das Kleeblatt holte sieben Punkte, der Club auch – und am Samstag auf dem Betzenberg sangen glückselige Nürnberger denselben Choral, den man zwanzig Stunden zuvor von glückseligen Fürthern im Ronhof gehört hatte: Nie mehr zweite Liga – dabei ist es erst fünfzehn Jahre her, dass die zweite Liga Ziel aller Wünsche war. Man kickte gemeinsam in der Regionalliga Süd.

Fürth kam von noch weiter unten, aus der Landesliga Mitte, Nürnberg hatte gerade den tiefsten Absturz in seiner an Abstürzen nicht ganz armen Vereinsgeschichte erlebt. Seither ist Nürnberg noch drei Mal abgestiegen und hält damit einen nationalen Rekord, während Fürth eine Art inoffizieller deutscher Meister im Nichtaufsteigen wurde. Jetzt sind die Unaufsteigbaren oben und die Absteigbaren bleiben dort.

Aber es könnte doch noch ...? Wenn zum Beispiel ... Nein, kann es nicht. 

HANS BÖLLER

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