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Das Jubiläumsspiel soll für den Club die Wende bringen

Gegen Hertha bestreitet der FCN seine 1000. Bundesliga-Partie - 18.01. 06:56 Uhr

Nürnberg  - Der 1. FC Nürnberg gegen Hertha BSC - wenn am Samstag der Bundesliga-15. den 11. empfängt, hört sich das zunächst unspektakulär an. Trotzdem wird im Frankenstadion ab 15.30 Uhr Geschichte geschrieben.

Trotz aller Anspannung vor dem Rückrundenstart gegen Hertha BSC können Timmy Simons und Trainer Dieter Hecking noch lachen.
Trotz aller Anspannung vor dem Rückrundenstart gegen Hertha BSC können Timmy Simons und Trainer Dieter Hecking noch lachen.
Foto: Wolfgang Zink
Trotz aller Anspannung vor dem Rückrundenstart gegen Hertha BSC können Timmy Simons und Trainer Dieter Hecking noch lachen.
Trotz aller Anspannung vor dem Rückrundenstart gegen Hertha BSC können Timmy Simons und Trainer Dieter Hecking noch lachen.
Foto: Wolfgang Zink

Natürlich kann man nun versuchen, sich auszumalen, welches Ergebnis dem Anlass angemessen wäre. Wollte man die Sache realistisch angehen, man müsste wohl ein unglückliches nullzueins erwarten. Man will aber natürlich nicht realistisch sein vor einem solchen Tag, also wäre ein deutlicher Sieg ganz nett, ein 3:0 vielleicht, das schon zur Pause feststeht.

Nicht so schön wäre es auch, wenn es so ausgehen würde wie damals, als der 1. FC Nürnberg zum ersten Mal in der Bundesliga spielte. Am 24. August 1963 hieß es nach 90 Minuten bei Hertha BSC 1:1, Max Morlock traf zur Führung, verschuldete später aber noch einen Handelfmeter und der Club verzweifelte angesichts vierer Aluminiumtreffer, die damals aber noch nicht so hießen, weil ja Pfosten und Latte aus Holz waren.


Am Ende der Saison wurde Nürnberg Neunter, absteigen mussten Münster und Saarbrücken, die Hertha schaffte den Klassenverbleib als 14. im 16er Feld. Seitdem hat der 1. FC Nürnberg noch 998-mal in der Bundesliga gespielt, am Samstag steht also ein Jubiläum an; und ob das ein Zufall ist oder Wille der Deutschen Fußball-Liga, dass man nun wieder auf die Hertha aus Berlin trifft, das wusste auch Katharina Wildermuth, Nürnbergs Pressesprecherin, nicht so genau.

Die Aufstiegstrainer sind eingeladen

Dass es weit mehr Spiele hätten sein können in den 48 Jahren seit der Bundesliga-Gründung, weiß Wildermuth hingegen schon. Warum es nicht mehr geworden sind, verrät ein Blick auf die Gästeliste für den Samstag. Eingeladen sind Nürnbergs Aufstiegstrainer, auf die Gegenwart der Abstiegstrainer legt man aus nachvollziehbaren Gründen wenig Wert.

1000 Spiele in der Bundesliga — ein paar Dinge haben sich in all den Jahren verändert, ein paar Dinge sind geblieben. Geblieben ist zum Beispiel, dass auch heute noch Fußballspieler an kalten Tagen in Strumpfhosen trainieren, gestern führte Tomas Pekhart den modischen Dauerbrenner vor.

Video zum Thema
Vor dem Auftakt zur Bundesliga-Rückrunde äußert sich Clubtorwart Raphael Schäfer zur Ausgangslage des 1. FCN, dem Verletzungspech der Neuzugänge und den Plänen für die Rückrunde. Das Interview führte Philipp Niemöller für nordbayern.de

Neu ist hingegen, dass während einer Übungseinheit die Trainer am Computer verfolgen können, wie sich zum Beispiel der Pulsschlag einzelner Spieler entwickelt. Eine technische Neuerung, die aber bislang nicht verhindern konnte, dass der 1. FCN am Samstag ein Fußballspiel bestreitet, das unter der gleichen anstrengenden Überschrift steht wie schon geschätzte 700 Erstliga-Partien zuvor: Es ist Abstiegskampf im Frankenstadion.

Das weiß auch Timmy Simons, der, wenngleich er mitunter Club-Opa gerufen wird, natürlich ebenfalls zur Kategorie Veränderung gehört, weil ja selbst der 35-jährige Simons 1963 unmöglich schon für Nürnberg hätte Fußball spielen können. 1998 hat Simons im belgischen Lommel mit dem professionellen Fußball begonnen. Die Erfahrung, die er dort machte: Abstiegskampf. „Im zweiten Jahr“, sagt Simons, „ist es nicht so gut ausgegangen.“ Lommel stieg ab, Simons wechselte nach Brügge.

Es geht besser

Theoretisch könnte Simons auch in diesem Jahr absteigen, er müsste dann allerdings wahrscheinlich trotzdem noch zwei Jahre bleiben, weil er gerade erst seinen Vertrag verlängert hat. Ob es so schlecht kommt, wird man auch nach der 1000. Bundesliga-Partie nicht mit Sicherheit sagen können. Zumindest der Wille ist da, auch nächstes Jahr zu Deutschlands besten Fußball-Teams zu gehören. „Wir wollen eine gute Rückrunde spielen“, sagt Simons.

 Das gilt auch für ihn persönlich, so ganz in Form war er in der Hinrunde nicht immer. „Man kann immer besser spielen“, sagt Simons. Das wiederum kann man über den ganzen Club sagen. Das Jubiläumsspiel wäre ein netter Anlass, damit anzufangen. 



VON FADI KEBLAWI

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Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
12.000


Kurzbeschreibung:
Der 1. FCN - genannt "der Club" - hat folgende Titel errungen:
Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

Die Club-Gegner in der Saison 2011/12

Galerie Gegner 1. FC Nürnberg 2011/12
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Kurzbeschreibung:
Ein Club mit Geschichte: Historisches rund um den 1. FCN