|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Als Kapitän der Bundesligamannschaft gehört Raphael Schäfer zu den wichtigeren Menschen beim 1. FC Nürnberg und muss deshalb häufiger als andere in der Öffentlichkeit sprechen — manchmal auch über Dinge, die mit Fußball nicht in erster Linie zu tun haben. Gestern ging es um: den Winter. Schäfer also wurde mitgeteilt, dass jetzt auch in Nürnberg Winter ist. Schäfer nickte freundlich dazu und sagte: „Das hat der Januar so an sich.“
Ganz abwegig war das Gespräch über das Wetter natürlich trotzdem nicht. Schäfer und seine Spielkameraden waren gerade für eine Woche in Spanien, wo es der Januar so an sich hat, dass er sich in etwa anfühlt wie ein deutscher Sommer. Die Umstellung auf die Minusgrade könnte einen Einfluss auf die Psyche der Fußballspieler haben, so kurz vor dem Start in die Rückrunde. Dem ist aber nicht so, sagt Schäfer, „jeder wusste, dass es in Deutschland kalt ist — so wie in den Jahrzehnten und Jahrhunderten zuvor“.
So wie im Jahr zuvor ist 2013 am Valznerweiher nach Dieter Heckings überstürztem Wechsel nach Wolfsburg nicht mehr alles, Raphael Schäfer wünscht sich trotzdem Kontinuität. „Wir wollen in der Rückrunde die erfolgreiche Arbeit fortsetzen“, sagt Schäfer, „und das wollen wir mit diesem Trainerteam erreichen.“ Dass man das auch mit diesem Torwart erreichen will, daran gibt es beim 1.FCN keinen Zweifel. Im Umfeld wurde in der Vergangenheit mitunter gemurrt über Raphael Schäfer, manch einer wünscht sich einen Torwart, der für etwas mehr Spektakel steht.
Schäfer selbst hat die Kritik an seiner Person immer sehr gelassen hingenommen — und dürfte nach dieser Vorrunde auch mit dem Fachmagazin kicker seinen Frieden gemacht haben. Dort hatten sie im Sommer noch darauf verzichtet, Schäfer in ihre Rangliste des deutschen Fußballs aufzunehmen, jetzt im Winter stand Schäfer wieder drin. Ein Grund, ihn erneut zu ignorieren, lässt sich ja auch schlecht finden. Schäfer ist Mitglied einer der tatsächlich besten Defensiven des Landes, nur fünf Mannschaften haben in der Vorrunde weniger Gegentreffer hinnehmen müssen.
Dass auf der anderen Seite Nürnbergs Offensivbemühungen nicht immer atemberaubend anmuten, weiß Schäfer auch, stört sich aber nicht daran. „Für den FCN geht es nicht darum, tollen Offensivfußball zu zeigen und am Ende holst du dann neun Punkte und steigst ab“, sagt Schäfer.
Gleichwohl weiß auch er, dass das Offensivspiel verbesserungswürdig ist. „Wir haben Potenzial nach vorne, haben das in der Vorrunde aber nicht immer abgerufen“, sagt Schäfer, „aber was bringt es uns, wenn wir immer drei Tore schießen, aber auch vier kassieren.“ Drei Tore geschossen, vier kassiert — genauso ist das dem Club zuletzt im Test gegen Brügge passiert.
Spaßfußball aus Nürnberger Produktion wird also wahrscheinlich auch in der Rückrunde eine Ausnahme bleiben, auch wenn Michael Wiesinger angekündigt hat, dass er sich dem Angriffsspiel seines neuen Teams annehmen will. Am Ende, sagt Schäfer, zählt in Nürnberg nur der Erfolg. Wie man den rund um den 1. FC Nürnberg definiert, ist auch klar. „Wenn wir in der Rückrunde wieder 20 Punkte holen, war das eine erfolgreiche Saison“, sagt Schäfer. Erfolgreich deshalb, weil man dann auch im kommenden Jahr in der Bundesliga spielen darf. Das Ziel bleibt der Klassenverbleib — so wie fast immer in den Jahrzehnten und Jahrhunderten zuvor.
Do. 23.05.13
Mi. 22.05.13
Mi. 22.05.13
Mi. 22.05.13
Mi. 22.05.13