19°C
Mittwoch, 23.05. - 10:25 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Destination Pokal-Halbfinale: Fürths dritter Griff nach dem Jackpot

Trainer Büskens fordert mehr Robustheit — Hopp zählt TSG-Trainer Stanislawski an - 08.02. 11:22 Uhr

FÜRTH  - Es soll im Kraichgau nicht ganz so eisig werden wie in Mittelfranken. Maximal minus 12 Grad sind verglichen mit den minus 22 Grad, die am Mittwoch für Fürth prognostiziert sind, ein Klacks. Extreme Bedingungen für ein Fußballspiel herrschen dennoch, wenn heute Abend (19 Uhr) im Pokal-Viertelfinale die TSG Hoffenheim und die Spielvereinigung Greuther Fürth aufeinandertreffen — nicht nur wegen der Temperaturen.

„Man hat als Spieler nicht so oft die Gelegenheit, in ein Pokal-Halbfinale einzuziehen“: Mike Büskens (re.) und Co-Trainer Mirko Reichel erwarten von ihrer Elf eine völlig andere Leistung als zuletzt in Dresden.
„Man hat als Spieler nicht so oft die Gelegenheit, in ein Pokal-Halbfinale einzuziehen“: Mike Büskens (re.) und Co-Trainer Mirko Reichel erwarten von ihrer Elf eine völlig andere Leistung als zuletzt in Dresden.
Foto: Wolfgang Zink
„Man hat als Spieler nicht so oft die Gelegenheit, in ein Pokal-Halbfinale einzuziehen“: Mike Büskens (re.) und Co-Trainer Mirko Reichel erwarten von ihrer Elf eine völlig andere Leistung als zuletzt in Dresden.
„Man hat als Spieler nicht so oft die Gelegenheit, in ein Pokal-Halbfinale einzuziehen“: Mike Büskens (re.) und Co-Trainer Mirko Reichel erwarten von ihrer Elf eine völlig andere Leistung als zuletzt in Dresden.
Foto: Wolfgang Zink


Bilderstrecke zum Thema
Die SpVgg Greuther Fürth hat bereits drei Meistertitel vorzuweisen. Im Pokal bleibt dem Kleeblatt der ganz große Coup indes weiterhin versagt. Nachdem die Spielvereinigung gegen Hoffenheim erstmals das Ticket für die Runde der letzten Vier gelöst hatte, folgte zuhause gegen Dortmund im Halbfinale spät das Aus. Klicken Sie sich durch bisherige Pokal-Highlights gegen den Club, die Bayern und andere mehr oder weniger namhafte Konkurrenz.

Den Gedanken. „elf Pekos aufzustellen“, hat Kleeblatt-Trainer Mike Büskens rasch wieder verworfen. Musterprofi Milorad Pekovic (34), genannt „Peko“, wäre zwar ein Garant dafür, dass nach dem Schlusspfiff niemand die innere Einstellung der Fürther infrage stellen könnte, aber mehr als ein 0:0 wäre mit lauter Klonen des leidenschaftlichen Schienbeinpolierers kaum möglich.

Der kleine Scherz bei der gestrigen Pressekonferenz im Ronhof taugt immerhin als Indiz dafür, was Büskens in der Rhein-Neckar-Arena von seiner Auswahl erwartet. Fraglos viel mehr Robustheit als am vergangenen Freitag beim mit 1:3 verlorenen Zweitligapunktspiel in Dresden. „Wenn wir so auftreten, gehen unsere Chancen gegen null. Ein Foul und ein frühes Gegentor darf nicht reichen, um uns aus dem Spiel zu bringen.“



Aller Voraussicht nach wird die Gangart der Gastgeber diesmal kaum zahmer sein. Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski hat entnervt angekündigt, einige seiner unwilligen Erstliga-Fußballkünstler auszusortieren und stattdessen weniger begabte, aber umso einsatzfreudigere Spieler auf das formal zweitklassige Kleeblatt loszulassen. Ob die TSG-Stars Ryan Babel, Roberto Firmino und Sejad Salihovic tatsächlich nicht auflaufen, bleibt abzuwarten.

Viele TSG-Fans sind schon jetzt bedient. Im Vorverkauf haben sich angeblich nur etwa 12000 von ihnen mit Karten eingedeckt. Dazu kommen voraussichtlich mehr als 4000 Fürther. Wie angespannt die Lage in Hoffenheim ist, zeigen neue Äußerungen von Dietmar Hopp. Der milliardenschwere Mäzen, der wohl nur wegen der 50-plus-1-Regel des Deutschen Fußball-Bundes lediglich 49 Prozent der Stimmrechte an der Spielbetriebs-GmbH der TSG hält, hat Stanislawski unmissverständlich angezählt. „Es ist schwer, eine Linie zu erkennen. Bei Ralf Rangnick war zu sehen, dass er ein Pressing spielte“, sagte der 71-Jährige der Rhein-Neckar Zeitung. Zudem fragte sich Hopp, ob „die Spieler die Köpfe frei haben“, oder „die Kraft fehlt“. Torhüter Tom Starke stellte daraufhin fest: „Wir spielen auch für den Trainer.“

Könnte bei der Pokal-Kraftprobe mit den klassenhöheren Kraichgauern eine Option als Einwechselspieler sein: Winter-Neuzugang Gerald Asamoah.
Könnte bei der Pokal-Kraftprobe mit den klassenhöheren Kraichgauern eine Option als Einwechselspieler sein: Winter-Neuzugang Gerald Asamoah.
Foto: Zink
Könnte bei der Pokal-Kraftprobe mit den klassenhöheren Kraichgauern eine Option als Einwechselspieler sein: Winter-Neuzugang Gerald Asamoah.
Könnte bei der Pokal-Kraftprobe mit den klassenhöheren Kraichgauern eine Option als Einwechselspieler sein: Winter-Neuzugang Gerald Asamoah.
Foto: Zink



Auch auf Fürther Seite wird erst gar nicht versucht, die Bedeutung der Partie kleinzureden. „Man hat als Spieler nicht so oft die Gelegenheit, in ein Pokal-Halbfinale einzuziehen“, meint Büskens. Zweimal ist die Spielvereinigung bislang im Viertelfinale gescheitert, 2004 an Werder Bremen (2:3), 2010 an Bayern München (2:6).

1,8 Millionen TV-Geld

Präsident Helmut Hack, der das Geld aus diesem Wettbewerb seit eh und je als eine Art Versicherung gegen schlechte Zeiten betrachtet, mag nicht beurteilen, was denn nun wertvoller ist: ein Sieg in Hoffenheim oder drei Punkte im darauf folgenden Zweitliga-Spitzenspiel gegen Paderborn. „Beides ist wichtig“, antwortet Hack ausweichend. Während die knapp 1,8 Millionen Euro, die im Falle eines Weiterkommens allein an Fernsehgeldern flössen, bei der TSG kaum ins Gewicht fielen, entspräche diese Einnahme in etwa einem Viertel des Jahresetats der Spielvereinigung.

Joker Asamoah bewirbt sich als Jackpot-Knacker

Welche Fürther diesen Jackpot knacken sollen, ließ Büskens erwartungsgemäß offen. Sicher ersetzt werden muss der gesperrte Rechtsverteidiger Bernd Nehrig. Eventuell kommt der erfahrene Asen Karaslavov (31) zum Zug. Weil der Trainer in Dresden auch bei seinen Stürmern das rechte Durchsetzungsvermögen vermisst hat, spricht vieles dafür, dass Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah (33) zumindest die sogenannte Joker-Rolle einnimmt. Einer der vielen Pekovics kommt dafür jedenfalls nicht infrage.

Bilderstrecke zum Thema
Nach der Winterpause setzte es in Dresden eine Niederlage für die Fürther. Mit 1:3 verloren die Franken die Partie und müssen nun hoffen, dass sie an diesem Spieltag nicht noch von Eintrach Frankfurt in der Tabelle überholt werden.


Bilderstrecke zum Thema
Mit einem klassischen Fehlstart begann die SpVgg Greuther Fürth die Zweitliga-Rückrunde: Beim 1:3 in Dresden offenbarte das Team von Mike Büskens zahlreiche Abstimmungsprobleme.


Video zum Thema
Hoffenheim, 07.02.12: 1899-Trainer Holger Stanislawski will mit seinem Team durch einen Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen Greuther Fürth frisches Selbstvertrauen tanken. Zur deutlichen Kritik von Mäzen Hopp mochte er sich öffentlich nicht äußern.

 



VON KURT HEIDINGSFELDER

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Zum Thema
Schiedsrichter_vermiest_Fürth_das_Fest_Fehlentscheidung_des_Unparteiischen_führt_zum_1:1_der_SpVgg_Greuther_Fürth_gegen_Alemannia_Aachen_4c-fue_spvgg_aachen_0089.jpg
Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.