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Nur zwei Spiele standen in der Deutschen Eishockey-Liga auf dem Plan, und die waren ein Fernduell und den wenig begehrten letzten Tabellenplatz - wobei es ja vor allem darum ging, diesen loszuwerden. Seit dem sechsten Spieltag stehen die Thomas Sabo Ice Tigers ununterbrochen am Ende der Tabelle; gestern, am 35. Spieltag, hatten sie endlich die realistische Chance, wenigstens auf den 13. Platz vorzurücken.
Hannover tat den Nürnbergern den Gefallen, mit 2:3 gegen Berlin zu verlieren. Und hätten die Nürnberger ihre zweimalige Führung bei den Hamburg Freezers ihrerseits zu einer erneuten Überraschung wie der 4:1 über Spitzenreiter Mannheim nutzen können, dann hätte sich der zarte Aufschwung endlich auch in der Tabellensituation manifestiert. So aber standen die Nürnberger nach einem bösen Schnitzer von Shane Joseph in der ersten Minute der Verlängerung mit fast leeren Händen da. Immerhin bekamen sie für die 3:4-Niederlage in der Zusatzschicht auch einen Punkt und ziehen so mit 36 Zählern mit Hannover gleich. Das deutlich bessere Torverhältnis rettet den Niedersachsen (noch) den 13. Platz.
Chris Collins hatte die Gäste aus Franken schon nach 39 Sekunden in Führung gebracht, weil Hamburgs Torhüter Niklas Treutle mit den Gedanken wohl noch in der Kabine war. Das 1:1 durch Brett Engelhardt entmutigte die Tigers nicht, vielmehr stocherte erneut Collins kurz vor Schluss des zweiten Drittels den Puck über die Linie. Auch nach dem 2:2 durch den Ex-Nürnberger Polaczek rackerte das Schlusslicht munter weiter, musste allerdings noch das 2:3 hinnehmen weil Torhüter Patrick Ehelechner in einem Gewühle vor seinem Tor etwas die Übersicht verlor, was Ryan Stone prompt nutzte.
Danach konnten die Tigers auch eine fünfminütige Überzahl – Christoph Schubert saß wegen eines Stocksticks auf der Strafbank – nicht in Tore ummünzen. Erst als beide Teams wieder komplett waren, wurde das Spiel der Gäste noch einmal zwingend, und als Trainer Peter Draisaitl zwei Minuten vor Schluss den Torhüter für einen weiteren Spieler vom Eis nahm, da arbeitete erneut Collins den Puck buchstäblich zum 3:3 ins Hamburger Gehäuse. Trotz des Jubels über diese Last-Minute-Rettung lud Joseph allerdings gleich zu Beginn der Verlängerung Hamburg zum Sieg ein. Er ließ sich leichtfertig von Daniel Nielsen den Puck abnehmen. Der steuerte allein auf Ehelechner zu und verwandelte eiskalt zum Sieg für den Tabellenvierten.
Nürnberg: Ehelechner; Pollock/Leask, Traynor/Butenschön, Walter/Schüle – Joseph/Stastny/Collins, Aab/Barta/Frosch, Oblinger/G. Leeb/Ehliz, B. Leeb/Fischhaber.
Tore: 0:1 Collins (0:39), 1:1 Engelhardt (30:46), 1:2 Collins (38:09), 2:2 Polaczek (43:01), 3:2 Stone (48:06), 3:3 Collins (58:51), 4:3 Nielsen (60:38) – Schiedsrichter: Aumüller (Planegg) – Zuschauer: 6783 – Strafminuten: 11/6.

Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Do. 10.05.12
Mi. 09.05.12