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So richtig kann es Christine Urschel, Jugendwartin des Clubs am Marienberg noch immer nicht glauben. Die Freude steht ihr regelrecht ins Gesicht geschrieben, immer wieder huscht ihr ein Lächeln über die Lippen. „Was hier in den letzten Monaten und Jahren erreicht und geleistet wurde, ist unglaublich. Einfach der Hammer!“ Die junge Gymnasiallehrerin hat allen Grund zur Freude. Sage und schreibe 30 Titel heimsten die Jugendlichen des CaM im letzten Jahr ein. Eine Zahl, die bayernweit ihresgleichen sucht. Doch wo rührt er her, dieser außergewöhnliche Erfolg des CaM? Was sind seine Ursachen, was das Erfolgsrezept der Jugendabteilung?
Laut Urschel sind drei Faktoren ausschlaggebend. Erstens: die familiäre Gemeinschaft. „Unsere Tennis-Jugendabteilung ist wie eine große Familie. Das fängt bei den Spielern, die sich gegenseitig helfen und unterstützen wo es nur geht, und den Eltern, die ihre Kinder zu (fast) jedem Turnier begleiten, an und endet bei uns Trainern, Jugendwärtern und Abteilungsleitern, die wir in permanentem Kontakt und Austausch stehen. Die Chemie bei uns stimmt einfach.“
Der Vater der überaus erfolgreichen Zwillinge André und Sophia Büttner (beide U14), kann das nur bestätigen: „Im Vergleich zu anderen Vereinen, wie etwa unserem Nachbarn vom 1.FCN Tennis, sind wir zwar eher ein kleiner(er) Verein, aber dafür eine richtig starke Gemeinschaft, die uns in puncto sportlichem Erfolg dem 1.FCN in nichts nachstehen lässt.“
Zweitens: die Talentsichtung. Jedes Jahr – pünktlich zum Wechsel von Hallen- auf Freiluftsaison – finden an den Grundschulen im Nürnberger Norden Werbeaktionen für den Tennissport beim CaM statt. In einer halbtätigen Sichtung werden die Kinder auf motorische und koordinative Fähigkeiten sowie ihre Kondition geprüft. Die besten zehn bis 15 Absolventen erhalten dann in der Sommersaison Training in der Tennisschule Eschbach auf dem Vereinsgelände.
Apropos (Christian) Eschbach: „Er als hauptamtlicher Trainer unserer Tennis-Jugendabteilung hat ganz entscheidenden Anteil am Erfolg“, lobpreist Christine Urschel. „Ohne ihn wäre das alles nie und nimmer möglich.“
Drittens: die Talentförderung. Für besonders talentierte und erfolgreiche Jugendliche bietet der CaM ein regelmäßiges Fördertraining an. „Was bei unseren Jugendlichen zudem besonders gut ankommt, sind unsere Saisonvorbereitungen in den Osterferien, die zwei Jugendcamps in den Sommerferien im In- und Ausland sowie unsere wöchentlichen Jugentreffs zur Verbesserung von Kondition und Koordination“, verrät Urschel.
Doch wie sehen das Ganze die Protagonisten des Erfolgs, ergo die Kinder und Jugendlichen selbst? Was sind für sie die Erfolgsgründe? Was ist für Sie das Spezielle beim CaM? Nachgefragt bei den Büttner-Zwillingen André und Sophia: „Das Besondere ist für mich die Art und Weise, wie toll sich hier um uns gekümmert wird“, erzählt André. „Und wie professionell wir gefördert werden“, pflichtet ihm seine Schwester Sophia bei.
Andere wie Katharina Winter (mittelfränkische Meisterin U12, bayerische Hallen-Doppelmeisterin U14 mit Sophia Büttner) und Alexandra Lutz (mittelfränkische Meisterin U16) loben „den super Zusammenhalt, der unter uns allen herrscht.“ Egal, wen man auch fragt, alle schwärmen von der Nachwuchsarbeit des CaM in den höchsten Tönen. Ein Ende der Erfolgsgeschichte der Jugendabteilung am Marienberg scheint also vorerst nicht in Sicht. Jugendwartin Christine Urschel dürfte somit auch in Zukunft noch einigen Grund zum Strahlen haben.
