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Dynamo bittet das Kleeblatt zum Bisstest

Beim Aufsteiger müssen die Fürther Zweitligafußballer heute Abend nicht nur der Kälte Paroli bieten - 03.02. 10:06 Uhr

FÜRTH  - Eiseskälte und ein schwer einzuschätzender Gegner: Dennoch tritt Aufstiegsaspirant SpVgg Greuther Fürth heute Abend (18 Uhr) selbstbewusst bei Dynamo Dresden an. „Das Ziel ist greifbar“, sagt Trainer Mike Büskens.

Party im Ronhof: In der Hinrunde sorgte Olivier Occean gegen Dresden für Jubel.
Party im Ronhof: In der Hinrunde sorgte Olivier Occean gegen Dresden für Jubel.
Foto: dapd
Party im Ronhof: In der Hinrunde sorgte Olivier Occean gegen Dresden für Jubel.
Party im Ronhof: In der Hinrunde sorgte Olivier Occean gegen Dresden für Jubel.
Foto: dapd

Draußen füllte ein Lastwagen Zigtausende Liter frisches Heizöl in die Tanks, damit die Fußballer der Spielvereinigung im Ronhof auf aufgetautem Rasen üben konnten. Drinnen, im Bauch der Haupttribüne, füllte Zeugwart Sepp Gran gestern Vormittag zusammen mit seiner Frau Renate die obligatorischen Aluminiumkisten für die Reise. Lange Unterhosen? Taschenwärmer? Einlegesohlen aus Schafwolle? Gran schüttelte den Kopf, empfahl den Spielern „warme Gedanken“ und packte routiniert weiter. Mannschaftskapitän Thomas Kleine, Typ schmerzfreier Innenverteidiger, entgegnete auf die Frage, ab welcher Temperatur er persönlich Strumpfhosen trage, leicht indigniert: „Das wird nie passieren.“


Prognostizierte 13 Grad minus hin oder her — die Mannschaft der Spielvereinigung fuhr am Donnerstag mit dem gleichen Equipment wie immer nach Dresden. „Wer lange steht, holt sich eine Erkältung“, konstatierte Trainer Büskens ungerührt, „ich gehe aber nicht davon aus, dass wir Standfußball spielen.“

Dieser dürfte im Duell mit dem Tabellenelften auch kaum ausreichen, um alle drei Punkte aus der sächsischen Landeshauptstadt zu entführen. Die aktuelle Dynamo-Elf hat nur noch relativ wenig mit der Mannschaft zu tun, die sich Anfang August im Ronhof viel schwächer präsentierte, als es die knappe 0:1-Niederlage vermuten ließ. Voraussichtlich werden heute Abend nur noch sechs Dresdner von damals auflaufen. Vor allem im Angriff hat Trainer Ralf Loose umgestellt. Mickael Poté (acht Saisontore), der vom OGC Nizza kam, und der vom VfL Bochum ausgeliehene Zlatko Dedic (vier Saisontore) sollen maßgeblich dazu beitragen, dass die direkte Rückkehr in die dritte Liga vermieden wird. „Das ist eine bissfeste Mannschaft“, sagte Büskens vor der Abreise und meinte damit wahrscheinlich, dass die Sachsen vor vermutlich mehr als 20000 frierenden Zuschauern, darunter rund 300 aus Fürth, wohl wie gewohnt sehr kompromisslos zu Werke gehen werden. 

Den Aufwärtstrend bei Dynamo spiegelt auch die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Loose wider. Der 49-Jährige unterschrieb gestern bis 2014. Nahezu gleichzeitig vermeldete der heutige Gastgeber der Spielvereinigung aber auch den Rücktritt von Volker Opitz. Nach den Querelen um die Verbannung aus dem DFB-Pokal in der kommenden Saison wegen des Abbrennens von Pyrotechnik und den gewalttätigen Ausschreitungen einiger Fans steht der Traditionsverein nun ohne Geschäftsführer da. Wie die Bild-Zeitung berichtet, leidet der 33-jährige ehemalige Dynamo-Spieler unter einem Burn-out-Syndrom.

Davon ist der ein Jahr ältere Thomas Kleine offenbar noch weit entfernt. Eine inzwischen wieder abgeklungene Magenverstimmung kann den Routinier kaum davon abhalten, auch das 20. Punktspiel der Saison vom Anfang bis zum Ende auf dem Platz durchzustehen. Nach Ansicht des Kopfballspezialisten geht es heute darum, „ein wichtiges Signal für den Rest der Rückrunde“ auszusenden. An das Pokalspiel in Hoffenheim am kommenden Mittwoch oder gar ans Pokalfinale verschwende er noch keinen Gedanken. „Erst kommt der Aufstieg, dann kommt Berlin.“

Ferner: MSV Duisburg – FSV Frankfurt, SC Paderborn – Union Berlin. 



VON KURT HEIDINGSFELDER

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.