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Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück

Robert Mak hat vergangene Saison gut angefangen, steht sich jetzt aber selbst im Weg - 09.02. 06:58 Uhr

Nürnberg   - Stand am Mittwoch: Hanno Balitsch kann dem Club am Sonntag in Augsburg noch nicht helfen, er hat noch geringfügige Fitness-Defizite. Sagt: Hanno Balitsch. Robert Mak hingegen steht voll im Saft, er konnte die gesamte Vorbereitung mitmachen. Trotzdem ist er nicht mehr erste Wahl. Warum, weiß er wahrscheinlich am besten.

Seltenes Glücksgefühl: Robert Mak kommt an einem Gegenspieler vorbei.
Seltenes Glücksgefühl: Robert Mak kommt an einem Gegenspieler vorbei.
Foto: Zink
Seltenes Glücksgefühl: Robert Mak kommt an einem Gegenspieler vorbei.
Seltenes Glücksgefühl: Robert Mak kommt an einem Gegenspieler vorbei.
Foto: Zink

Man meint es beim 1. FC Nürnberg nach wie vor gut mit Robert Mak. Und versucht, ihm so gut wie möglich zu helfen. Am Samstag durfte sich der Slowake in der zweiten Mannschaft gegen den FC Ingolstadt II austoben, am Dienstag mit den Profis gegen Unterhaching. Drei Stunden Spielzeit in nur vier Tagen, allerdings gegen unterklassige Gegner und nicht um Punkte. Trotzdem fiel Mak nicht weiter auf.

Dass ihm gegen die Spielvereinigung kurz vor Schluss noch der Siegtreffer gelingen sollte, dürfte Mak am meisten überrascht haben. Aber war verdient. Er mühte sich redlich, stand sich bei seinen Vorstößen aber manchmal selbst im Weg. Mak will es seit ein paar Wochen erzwingen, will mit aller Macht zurück in die Bundesliga-Elf. Aber ist wohl weiter davon entfernt als jemals zuvor – weil er oft die falschen Entscheidungen trifft.

„Erwarte den nächsten Schritt“



Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück. Seine Premieren-Saison beim Club verlief vielversprechend. 22 Einsätze, drei Tore, eine Torvorlage. Besonders spektakulär geriet sein 2:0 auf dem Betzenberg in Kaiserslautern, wo er ein Solo über den halben Platz mit einem strammen Abschluss krönte. Auch Dieter Hecking war voll des Lobes über den pfeilschnellen Angreifer, der eigentlich kaum zu verteidigen ist. Wenn er sich denn mehr zutrauen würde.

Gegen Unterhaching traute sich Mak fast ein bisschen zu viel zu. Vier-, fünfmal legte er sich die Kugel zu weit vor; anstatt wie ursprünglich geplant am Verteidiger vorbeizustürmen, blieb Mak ein ums andere Mal hängen. Leichte und vor allem unnötige Ballverluste, die seinen Trainer nicht erst seit Dienstag gewaltig ärgern.


Da auch Maks Defensivleistung weiter zu wünschen übrig lässt, liefert er zurzeit relativ wenig Argumente für eine Nominierung. 2012 durfte er sich bis dato bloß warmlaufen – und wird wohl noch länger warten müssen. Für seine Lieblingsposition auf der rechten Außenbahn gibt es etliche Bewerber. Eigler kann da spielen, ebenso Chandler, Didavi oder Hegeler. Es könnte also eng werden für Mak, falls er sich nicht bald am Riemen reißen sollte. Die Geduld seines Vorgesetzten ist jedenfalls endlich. „Ich erwarte von dem einen oder anderen den nächsten Schritt“, sagte Hecking bereits beim Trainingsauftakt nach der Winterpause, „wir können nicht jedes Jahr auf ihren Durchbruch warten.“

Mak, der schon mit 14 von Slovan Bratislava zu Manchester City gewechselt war, wird nicht mehr lange als Talent durchgehen, dem man aufgrund seines Alters vieles nachsieht. Nächsten Monat wird er 21. Und irgendwann heißt es auch für ihn, die Kurve zu kriegen, ansonsten droht ihm demnächst ein Umzug in eine andere Stadt. Dass sich Mak in einem Bild-Interview kurz vor Weihnachten auch noch beinahe um Kopf und Kragen geredet hätte („Mir fehlt da vielleicht ein bisschen die Leidenschaft im Training“), wird die Sportliche Führung ebenfalls vermerkt haben. Unter unprofessionell.

Auf eine Leistungsexplosion des slowakischen Junioren-Nationalspielers wartet man seitdem vergebens. Obwohl es speziell für ihn ein idealer Zeitpunkt wäre, sich zu zeigen. 19 Tore hat der 1. FC Nürnberg erst erzielt in 20 Partien, die zweitwenigsten der Liga. Zudem die Offensiv-Kollegen Esswein, Eigler und Bunjaku außer Form, Mak aber leider auch. Daran wird auch sein Treffer gegen die drittklassige Spielvereinigung Unterhaching nicht viel ändern können. 



WOLFGANG LAASS

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DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

Die Club-Gegner in der Saison 2011/12

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