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Obwohl sie leidenschaftlich kämpften und die Partie eine knappe Stunde lang relativ offen gestalten konnten, hatten die Gastgeber in 90 Minuten keine einzige echte Torchance.
SpVgg-Trainer Mike Büskens hatte mit seiner ersten Aufstellung in der Bundesliga gleich für eine faustdicke Überraschung gesorgt: Statt des dänischen Nationalspieler Tobias Mikkelsen, der wegen "mentaler Ermüdung" überhaupt nicht im Kader auftauchte, schickte der 44-Jährige von Beginn an den erst 19-jährigen Felix Klaus aufs Feld. Klaus hatte in der gesamten Saisonvorbereitung keine tragende Rolle beim Kleeblatt inne. Zudem rückte Büskens von seinem gewohnten 4-4-2-System ab und stellte auf ein 4-2-3-1 um, in dem Djiby Fall als einzige nominelle Spitze fungierte. Diese Änderung hatte sich allerdings nach dem 0:2 in Offenbach angedeutet. Die Fürther wollten für mehr Stabilität im Mittelfeld sorgen, was ihnen anfangs auch gelang.
Bei den Bayern verzichte Trainer Jupp Heynckes zunächst unter anderem auf Bastian Schweinsteiger und Claudio Pizarro. Franck Ribery hatte sich am Freitag wegen eines grippalen Infekts krank gemeldet. Seine gesunden Kollegen taten sich lange sehr schwer gegen die kompakt verteidigende Heimelf. Das Starensemble blieb den Nachweis seiner Sonderklasse eine Halbzeit schuldig und kombinierte viel zu behäbig. Nur Mandzukic mit einem Seitfallzieher, der auf dem Tor des Kleeblatts landete und Kroos mit einem Flachschuss aus 20 Metern sorgten auf Seiten des Favoriten ansatzweise für Gefahr. Den Hausherren, bei denen Klaus auf dem rechten Flügel am mutigsten agierte, gelang in der 34. Minute der erste viel versprechende Angriff, den Fall aber in Rücklage abschloss, demzufolge segelte der Ball weit über Neuers Kasten ins Aus.
Nachdem Grün einen Mandzukic-Kopfball noch problemlos aus der Luft gepflückt hatte, legte sich der bis dahin ebenfalls weitgehend wirkungslose Shakiri den Ball an der Eckfahne zurecht. In der Mitte stieg Innenverteidiger Dante höher als SpVgg-Kapitän Mavraj, Fürths Torhüter Max Grün blieb auf der Linie. Verteidiger Schmidtgal konnte zunächst noch auf der Linie klären, doch dann grätschte Nationalspieler Müller den Ball aus drei Metern Torentfernung zum 1:0 für die Bayern über die Linie.
Nach der Pause zogen zunächst die Fürther das Tempo an und gingen mehr Risiko, allerdings ergaben sich dadurch auch mehr Räume für die Bayern. Nachdem Robben an der Strafraumgrenze seinen Bewachern enteilt war, konnte Grün den folgenden Schuss nur in Richtung Mandzukic abwehren, der zum 2:0 einköpfte. Büskens brachte noch Azemi für den erschöpften Fall, doch die jetzt cool kombinierenden Münchner ließen sich ihren Vorsprung nicht mehr nehmen. Im Gegenteil: In der Schlussphase fälschte Kleine einen Robben-Schuss zum 0:3 ins Fürther Netz ab. Dadurch wurde der Aufsteiger bei seinem insgesamt engagierten Bundesliga-Debüt am Ende noch deutlich abgestraft. Obwohl das Ergebnis am Ende noch höher ausfallen hätte können, sahen die Fürther im Vergleich zum Pokalspiel in Offenbach unisono einen Aufwärtstrend. "In der ersten Halbzeit", meinte SpVgg-Kapitän Mavraj, "waren wir spielerisch eigentlich ebenbürtig."
Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Fürstner, Prib - Klaus, Tyrala (68. Stieber), Sararer - Fall (63. Azemi)
München: Neuer - Lahm, Boateng, Dante, Badstuber - Gustavo, Kroos - Müller, Shaqiri (72. Schweinsteiger), Robben - Mandzukic (81. Pizarro)
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
Tore: 0:1 Müller (43.), 0:2 Mandzukic (59.), 3:0 Robben (78.)
Gelbe Karten: Fall, Tyrala - Gustavo
Zuschauer: 18.000

Fr. 24.05.13
Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Mi. 22.05.13
Di. 21.05.13
Fr. 24.05.13
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