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FCN: Verstärkungen im Wochen-Rhythmus

Beim Club, morgen zu Gast in Hannover, wird es demnächst ein paar Härtefälle geben - 26.01. 06:57 Uhr

NÜRNBERG  - Beim 2:0 gegen Berlin noch gesperrt, in Hannover dabei: Markus Feulner wird morgen wieder rechter Verteidiger spielen. Ihm folgen schon bald vier weitere Winter-Zugänge.

„Ihm gefällt das“: Markus Feulner (links, mit Robert Mak) hat sich seinem Trainer zuliebe im Alter von bald 30 Jahren zum rechten Verteidiger umschulen lassen.
„Ihm gefällt das“: Markus Feulner (links, mit Robert Mak) hat sich seinem Trainer zuliebe im Alter von bald 30 Jahren zum rechten Verteidiger umschulen lassen.
Foto: Zink
„Ihm gefällt das“: Markus Feulner (links, mit Robert Mak) hat sich seinem Trainer zuliebe im Alter von bald 30 Jahren zum rechten Verteidiger umschulen lassen.
„Ihm gefällt das“: Markus Feulner (links, mit Robert Mak) hat sich seinem Trainer zuliebe im Alter von bald 30 Jahren zum rechten Verteidiger umschulen lassen.
Foto: Zink

Sie mussten nach ihrer Reha-Einheit einfach noch kurz stehenbleiben. Und hinüberschauen, zu den Kollegen. Mit etwas Abstand, aber beinahe sehnsüchtig verfolgten die Herren Balitsch, Chandler, Klose und Pinola das Trainingsgeschehen. Drüben, auf dem A-Platz. Zu gerne hätten sie schon gestern Vormittag wieder mitgemacht. Turnschuhe aus, Fußballschuhe an.

Lange müssen sie sich nicht mehr gedulden. Chandler dürfte, wenn alles nach Plan läuft, am nächsten Freitag zum Heimspiel gegen Dortmund ins Nürnberger Aufgebot zurückkehren, Klose und Balitsch sollen neun Tage später in Augsburg wieder einsatzfähig sein. Möglicherweise ist auch Langzeitpatient Pinola dann schon wieder dabei.

„Immer etwas Positives“



Gute Nachrichten für die vier Rekonvaleszenten, gute Nachrichten aber besonders für den 1. FC Nürnberg. Trainer Hecking kann es nur recht sein, dass sich der interne Konkurrenzkampf weiter verschärfen wird. „Survival of the fittest“ auf Mittelfränkisch; beispielsweise gibt es mit Feulner, Chandler und Judt demnächst gleich drei rechte Verteidiger, zur Not könnte wie am Samstag gegen Berlin auch noch Hegeler aushelfen.

Derlei Verlegensheitslösungen wird es, wenn alle dabei sind, nicht mehr oft geben. Wobei auch Feulner eigentlich etwas anderes gelernt hat. Bei den Bayern-Amateuren durfte er sich einst ein paar Mal ganz hinten rechts versuchen, am wohlsten fühlt er sich aber im offensiven oder defensiven Mittelfeld. Wo das Gedränge schon jetzt besonders groß ist. Vor der Abwehr ist Simons gesetzt, auch Winter-Zugang Balitsch dürfte bei entsprechenden Leistungen seinen Stammplatz sicher haben.

Blieben im 4-4-2- System noch die beiden Außenpositionen und acht Kandidaten. Hegeler, Mak, Esswein, Didavi, Frantz und der junge Mendler, auch Chandler und Eigler können auf der Seite spielen. „Konkurrenz ist immer etwas Positives“, findet Hecking, „auch wenn mal der eine oder andere hinten runterfällt und etwas unzufriedener ist.“ Entscheidend ist, was dabei herauskommt; aus dem täglichen Verdrängungswettbewerb könne man „Energie ziehen, um die Punkte zu holen, die wir brauchen“, glaubt Hecking.

Also berichtet Feulner von einem Gespräch mit seinem Trainer, in dem es etwas vereinfacht dargestellt um den regen Betrieb auf dem internen Stellenmarkt ging. Es galt, für Feulner eine neue Aufgabe zu finden, denn verzichten würde Hecking nur sehr ungern auf seinen Filigrantechniker. Als Chandler kurz vor Weihnachten gesperrt war, Judt verletzt und Hegeler woanders unabkömmlich, gab also Feulner den rechten Verteidiger. Und man traute seinen Augen nicht. So stark hatte man den Ex-Dortmunder lange nicht gesehen.

„Ihm gefällt das“, sagt er über seinen Trainer, auch für Feulner ist rechter Verteidiger „kein Problem“, ohnehin gehe es nicht um ihn oder andere, sondern nur um seine Mannschaft. Und die hat ein großes Ziel. Auch in Hannover „gibt es nichts zu verschenken“, sagt Feulner, „jeder muss wissen, dass das hier Abstiegskampf ist“.

Und kein Schaulaufen, was mittlerweile jeder verstanden haben sollte. Wer nicht, wird es zu spüren bekommen beim täglichen Üben, dafür ist einfach zu viel los auf dem Trainingsplatz. Weshalb Manager Bader auch einen dritten Wintereinkauf nach Hlousek und Balitsch ausschließt, sofern sich niemand mehr verletzt. Bis Dienstag dürfte sich auch der Club noch verstärken für die Restrunde. Doch selbst ohne Transfer wird es ja schon bald vier weitere Zugänge geben. 



WOLFGANG LAASS

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