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Frantz foult, Hecking hadert: Club schenkt Wolfsburg drei Punkte

Unnötige 1:2-Niederlage: Esswein vergibt beste Chancen - Eigler verletzt sich beim Ausgleich - 15.10. 18:31 Uhr

WOLFSBURG  - So, überlegte Alexander Esswein, sei es eben im Fußball - „nutzt du deine Chancen nicht, macht der Gegner das Tor“. Das war das Problem des 1.FC Nürnberg in Wolfsburg - und so gewann der VfL ein Spiel, das Nürnberg nie und nimmer hätte verlieren dürfen.

 

Er hätte Nürnberg zum Sieg schießen müssen: Alexander Esswein scheiterte zwei Mal freistehend vor Diego Benaglio.
Er hätte Nürnberg zum Sieg schießen müssen: Alexander Esswein scheiterte zwei Mal freistehend vor Diego Benaglio.
Foto: dpa
Er hätte Nürnberg zum Sieg schießen müssen: Alexander Esswein scheiterte zwei Mal freistehend vor Diego Benaglio.
Er hätte Nürnberg zum Sieg schießen müssen: Alexander Esswein scheiterte zwei Mal freistehend vor Diego Benaglio.
Foto: dpa

Esswein scheiterte innerhalb von achtzig Sekunden zwei Mal freistehend vor VfL-Keeper Diego Benaglio (74., 75.) - ein paar Minuten später stolperte der von Mike Frantz zu unkontrolliert attackierte Ashkan Dejagah, es gab Elfmeter für Wolfsburg. Mario Mandzukic nutzte die Gelegenheit zum 2:1 (1:0)-Endstand.



„Das kann ich heute schwer akzeptieren“, sagte Nürnbergs sichtlich bedienter Trainer Dieter Hecking, und: „Man kann mich auch mit nichts trösten.“ Heckings Enttäuschung galt allerdings weniger Essweins verpassten Gelegenheiten, auch nicht dem späten und berechtigten Elfmeterpfiff. „Entscheidend war, dass die Mannschaft nicht gemerkt hat, welche Chance wir heute gehabt hätten“ - das äußerte Hecking im Blick auf die ersten 45 Minuten, die Nürnberg viel zu passiv und fahrig bestritt, obwohl Wolfsburg nie ein furchteinflößender Gegner war.

Das Resultat: Ein 0:1-Rückstand, der vermeidbar war – am Ende einer längeren Fehlerkette stand der ansonsten sehr gute Torwart Alexander Stephan, der den Flankenball von Dejagah nicht mehr zu fassen bekam; Mandzukic köpfelte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (24.).

Bilderstrecke zum Thema
Das tut weh! War es nun ein glücklicher Sieg der Wolfsburger oder eine dämliche Niederlage der Nürnberger? Wie auch immer: Das 1:2 lieferte viel Gesprächstoff - hier sind die Bilder vom Spiel.


Ein Pfostentreffer von Esswein (29.) war das erste Nürnberger Lebenszeichen, nach der Pause bestimmte dann ein plötzlich couragierter Club das Spiel – und schaffte durch den eingewechselten Christian Eigler den Ausgleich. Nach einem Traumpass von Timmy Simons vollendete Eigler gekonnt zum 1:1 (70.), verletzte sich dabei aber erneut am Sprunggelenk und schied schon nach zwölf Minuten wieder aus.

Video zum Thema
Alexander Esswein hätte der Matchwinner für den 1. FC Nürnberg im Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg sein können, doch er vergab zwei hochkarätige Chancen. nordbayern.de besuchte die Zabo-Linde in Nürnberg und befragte die Clubfans zum Spiel.



In der Kabine sah er via Bildschirm, wie sein Club den möglichen Sieg verschenkte. “Soweit ich es gesehen habe, wäre mehr drin gewesen”, berichtete Eigler hinterher. So war es. "Wir müssen auf die Leistung nachdem  Seitenwechsel aufbauen", sagte Nürnbergs Verteidiger Timm Klose, "und über neunzig Minuten so spielen." “In der zweiten Halbzeit verdanken wir den Sieg unserem Torwart”, bemerkte VfL-Trainer Felix Magath, Nürnberg sei die bessere Mannschaft gewesen - aber auch solche Komplimente waren kein Trost für Dieter Hecking. 



Hans Böller

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DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

Die Club-Gegner in der Saison 2011/12

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