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Bei eisigen Temperaturen und schwierigen Platzverhältnissen erwiesen sich die Sachsen als das Team, das mehr Leidenschaft an den Tag legte. Die Fürther dagegen konnten die vielen guten Eindrücke aus dem Wintertrainingslager nicht bestätigen. Es passte ins Bild, dass Bernd Nehrig in der Schlussphase noch einen Elfmeter verschoss.
Bei der Aufstellung hatte Trainer Mike Büskens eine Überraschung eingebaut. Für den offensiven Mittelfeldmann Sercan Sararer, der in den vergangenen Tagen trotz eines Mittelhandbruchs das komplette Trainingsprogramm absolvierte, tauchte der eher defensiv ausgerichtete Milorad Pekovic in der Startelf auf. Deshalb wechselte die Allzweckwaffe Edgar Prib aus dem zentralen Mittelfeld auf die rechte Außenbahn. Das war im Grunde die gleiche Taktik wie im jüngsten Frankenderby, nur diesmal ging Büskens' Kalkül nicht auf.
Dem Augenschein nach war der Rasen im Stadion nicht überall komplett aufgetaut. Mehr als die Hälfte des Platzes sah wie gezuckert aus. Die Fürther hatten sich noch gar nicht richtig mit den äußeren Verhältnissen vertraut gemacht, da lagen sie schon hinten. Dynamo-Kapitän Robert Koch hatte einen 50-Meter-Pass von Romain Brégerie direkt über den unverständlicherweise aus seinem Tor geeilten Max Grün in die Maschen verlängert. Kleeblatt-Verteidiger Bernd Nehrig war nur nebenher gelaufen, statt Koch entschlossen zu attackieren.
Es sollte nicht das einzige Abstimmungsproblem in der Fürther Abwehr bleiben. Die Hausherren wirkten insgesamt giftiger, rücksichtsloser, gefährlicher. Von der gefürchteten Fürther Flügelzange war so gut wie nicht zu sehen. Beispielsweise konnte Stephan Schröck nicht an die Form vor seiner Knochenhautentzündung anknüpfen.
Ein wenig Pech hatten die Gäste auch. Als Olivier Occean nach einem Ecke von Heinrich Schmidtgal per Kopf getroffen hatte, gab Schiedsrichter Tobias Welz Abstoß, weil er den Eckball kurzzeitig hinter der Torauslinie gesehen hatte.
Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel eröffnete ein Lupfer von Schröck Stürmer Christopher Nöthe die ultimative Chance zum Ausgleich. Doch der 23-Jährige nickte den Ball knapp am Pfosten vorbei. Wenige Augenblicke später produzierte Schmidtgal eine haarsträubenden Fehlpass aus der eigenen Abwehr heraus. Geschickt brachten die Dresdner ihren Top-Stürmer Mickael Poté in Stellung, der aus zwölf Meter unhaltbar einschoss.
Ein 25-Meter-Kunstschuss des inzwischen eingewechselten Sarerer, der wohl eigentlich Occean bedienen wollte, hielt die Fürther Hoffnung am Leben. Aber nicht lange. Zlatko Dedic enteilte Fürths Kapitän Thomas Kleine, scheiterte erst noch an Grün, machte dann aber im Nachschuss aus spitzen Winkel die Enttäusschung für die 300 mitgereisten Fürther perfekt.
Dresden: Hesl; Gueye, Brégerie, Jungwirth, Schuppan – Koch, Solga, Papadopoulos (40. Fiel), Trojan (87. Walch) – Poté (84. Fort), Dedic
Fürth: Grün; Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal – Prib, Fürstner, Pekovic (56. Sararer), Schröck (61. Pektürk) – Nöthe (76. Schahin), Occean
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden) – Tore: 1:0 Koch (5.), 2:0 Poité (54.), 2:1 Sararer (63.), 3:1 Dedic (73.) - Gelbe Karten: Dedic, Gueye – Nehrig, Kleine, Schmidtgal. Zuschauer: 23.555. Besonderes: Hesl hält Handelfmeter von Nehrig (79.).
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Di. 15.05.12
Di. 15.05.12
Di. 15.05.12
Sa. 12.05.12
Di. 08.05.12