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Fürth statt Chelsea: Kleeblatt holt Talent Rahman

Präsident Hack dämpft die Erwartungen - 13.06.2012 12:00 Uhr

Mit 17 schon Kapitän in der U20-Nationalmannschaft von Ghana: Baba Rahman.

Mit 17 schon Kapitän in der U20-Nationalmannschaft von Ghana: Baba Rahman. © Wolfgang Zink


Seit dem Fall Aleksic ist Helmut Hack noch etwas vorsichtiger geworden, wenn es darum geht, einen jungen Spieler als Super-Talent einzustufen. Der Serbe kam 2010 als Leihgabe vom FC Genua, ließ einige wenige Male Extraklasse aufblitzen und wurde schon als künftiger Weltstar gehandelt. Letztlich brachte es Danijel Aleksic aber nicht mal beim Kleeblatt zum Stammspieler.

Im April weilte Baba Rahman zum Probetraining im Ronhof. Seitdem haben die Verantwortlichen in Fürth offenbar wieder dieses Aleksic-Gefühl. „So einen 17-Jährigen“, sagt Vereinspräsident Hack, „haben wir ganz, ganz selten gesehen.“ Der junge Ghanaer überzeugte auf Anhieb in allen fußballerischen und menschlichen Belangen. „Ein intelligenter Bursche“, urteilt Hack, „und ein Perspektivspieler, aus dem etwas ganz Großes werden kann, nicht nur als Linksverteidiger — wenn alles gut läuft.“ 

Hack schränkt bewusst ein, will nicht wieder zu große Hoffnungen wecken. Gleichwohl hat er so viel Vertrauen in die Fähigkeiten Rahmans, dass er ihn auf Anhieb mit einem Fünf-Jahres-Vertrag ausstattete. Falls sich Heinrich Schmidtgal verletzt oder eine Sperre einhandelt, soll dieser A-Jugendliche die linke Abwehrseite der Spielvereinigung dichtmachen. 

Dass Rahman seinem Alter tatsächlich voraus sein könnte, lässt ein Blick auf seine noch kurze Karriere vermuten. In diesem Jahr wurde er mit Asante Kotoko ghanaischer Meister. Außerdem fungiert der 17-Jährige bereits als Kapitän, und zwar in der U20-Nationalmannschaft seines Heimatlandes. 

Glaubt man der Darstellung des Bundesliga-Aufsteigers, schnappte das Kleeblatt dieses Talent gleich mehreren europäischen Spitzenklubs vor der Nase weg. Der RSC Anderlecht, der SSC Neapel, der FC Arsenal und sogar Champions-League-Sieger FC Chelsea sollen an der Verpflichtung Rahmans interessiert gewesen sein. Den Ausschlag für Fürth gab wohl der hervorragende Ruf des Kleeblatts als Ausbildungsverein. Laut Hack trug auch der Umstand, dass Rahman beim Kleeblatt in seinem Landsmann Gerald Asamoah „eine Art Vaterfigur“ vorgefunden hat, zur Einigung bei. 

Baba Rahman ist der bislang fünfte Neuzugang der Fürther in der Sommerpause. Mindestens einer wird noch folgen: Nach wie vor vakant ist der Posten auf dem linken Flügel, den der zur TSG Hoffenheim abgewanderte Stephan Schröck innehatte. 

kh

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