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Fürth: Torjäger im Sonderangebot

Notkauf Djiby Fall könnte bald schon wieder weiterziehen - 22.01.2013 06:57 Uhr

FÜRTH  - Deutlicher kann man einem Spieler kaum die kalte Schulter zeigen: Obwohl die Spielvereinigung Greuther Fürth verletzungsbedingt auf vier Stammkräfte und die neue Sturmhoffnung Nikola Djurdjic verzichten musste, durfte Djiby Fall die Reise nach München nicht mitmachen.

Wo liegt seine nächste Station? Momentan ist es sehr unwahrscheinlich, dass Djiby Fall ausgerechnet beim Kleeblatt alt wird.
Wo liegt seine nächste Station? Momentan ist es sehr unwahrscheinlich, dass Djiby Fall ausgerechnet beim Kleeblatt alt wird.
Foto: Wolfgang Zink
Wo liegt seine nächste Station? Momentan ist es sehr unwahrscheinlich, dass Djiby Fall ausgerechnet beim Kleeblatt alt wird.
Wo liegt seine nächste Station? Momentan ist es sehr unwahrscheinlich, dass Djiby Fall ausgerechnet beim Kleeblatt alt wird.
Foto: Wolfgang Zink

Die Kleeblatt-Profis hatten gestern frei. Das war für Djiby Fall in zweifacher Hinsicht erfreulich. Erstens konnte er sich eventuellen Hobbys widmen, zweitens konnte ihn niemand dabei ertappen wie er sogar im Training daneben schießt.

Rouven Schröder versucht erst gar nicht, die Angelegenheit schönzureden. Die Tatsache, dass Fall beim 0:2 gegen den FC Bayern noch nicht einmal auf der Ersatzbank saß, sei „definitiv ein Leistungsmerkmal“, erklärt der Sportliche Leiter der Fürther.

Der 27 Jahre alte Stürmer aus dem Senegal war also weder angeschlagen noch erkältet oder aus irgendeinem anderen Grund unpässlich. Sondern einfach zu schlecht, um auch nur als Einwechselspieler infrage zu kommen. Und das, obwohl nach Djurdjics Ausfall im Lager der Fürther wahrlich kein Überangebot an gefährlichen Angreifern herrschte.


Routinier Gerald Asamoah hat schon seit Wochen mit muskulären Problemen zu kämpfen; Ilir Azemi (20) soll behutsam aufgebaut werden; Christopher Nöthe (25), den Trainer Mike Büskens letztlich mit der undankbaren Aufgabe betraute, den Passfolgen der Münchner Abwehrspieler hinterherzuhecheln, hat in dieser Saison auch noch keine Bäume ausgerissen. Offensichtlich hinkt der im Sommer 2012 von Vereinspräsident Helmut Hack mit Vorschusslorbeeren präsentierte Fall den Erwartungen nach wie vor noch deutlicher hinterher als alle anderen Kleeblatt-Profis.

Falls langwierige Schulterverletzung ist schon lange auskuriert. An der nötigen Fitness sollte es ihm nicht mehr fehlen. Allerdings offenbarte er spätestens im einwöchigen Wintertrainingslager in Belek gravierende Mängel in puncto Spielverständnis, Ballbehandlung und Schusstechnik. Trotzdem soll Lokomotive Moskau vor vier Jahren fast fünf Millionen Euro für Fall bezahlt haben.

Die Fürther, die Fall nach dem Abgang von Olivier Occean in höchster Not vom KSC Lokeren erwarben, müssen nun bangen, dass sie die für ihre Verhältnisse enorme Ablösesumme von rund einer Million Euro verbrannt haben. Rouven Schröder mag den Problem-Stürmer zumindest offiziell noch nicht abschreiben. „Er hat wie alle anderen die Chance, sich über Leistung anzubieten. Wir helfen ihm, aber letztlich liegt es an ihm.“

Aktuell hätte die Spielvereinigung sicher nichts dagegen, wenn sich der Senegalese, der seit 2005 mit Fußball sein Geld verdient, den dreizehnten Arbeitgeber seiner Karriere suchen würde. „Wenn ein Angebot kommt, werden wir uns zusammensetzen“, sagt Schröder. „Momentan liegt aber kein Angebot vor.“ 

KURT HEIDINGSFELDER


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13