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„Sehr gefährlich!“ So warnt Mike Büskens vor dem FC Ingolstadt. Eine Mannschaft, die gegen den FC St. Pauli 1:0 gewinnt und gegen Fortuna Düsseldorf 1:1 spielt, die müsse man sehr ernst nehmen, sagt der Fürther Trainer. Büskens weist unausgesprochen darauf hin, dass man die Ingolstädter gemessen an ihrer Leistung vom vergangenen Spieltag, dem 1:1 beim FSV Frankfurt, eben nicht ernst nehmen müsse.
In Frankfurt spielten die Donaustädter erbärmlich und konnten sich bei FSV-Keeper Klandt bedanken, der durch unmotiviertes Umherirren kurz vor Schluss den überraschenden Ausgleichstreffer befördert hatte. In Fürth brauchte man beim 5:1 gegen Paderborn die Hilfe des Gegners nicht. Und so fordert Büskens, es müsse der Ehrgeiz seiner Mannschaft sein, diese Leistung zu wiederholen. Was nötig sein wird: Nicht nur Präsident Helmut Hack weist darauf hin, dass die Spielvereinigung nun „ein Hauen und Stechen“ erwarte.
Der einsetzende Existenzkampf der Abstiegskandidaten macht in der Rückrunde der Zweiten Liga traditionell Kräfte frei. Ergo darf man von den Ingolstädtern eher eine Leistung wie beim Remis gegen Düsseldorf erwarten, wo sie vor 14 Tagen in Führung gingen, aber die Fortuna zum wiederholten Mal von einem sehr umstrittenen Elfmeter profitierte.
Ingolstadts Coach Tomas Oral bezeichnet die Fürther als „klaren Favoriten“, andererseits sieht er sein Team „in einer Phase, in der wir die Punkte brauchen“. So geht es allerdings auch der Spielvereinigung. Die extrem enge Lage an der Spitze der Zweiten Liga lässt jeden Punktverlust, ja jedes Gegentor massiv schmerzlich erscheinen.
Da ist es von Vorteil, dass die Kleeblättler in den letzten Monaten nicht nur in der Abwehr gut standen, sondern auch erfolgreich auf Torejagd gingen. Der Tabellenzweite hat aktuell die beste Abwehr der Liga (18 Gegentreffer) sowie den besten Sturm (47 Tore).
In letzerem sollte Gerald Asamoah von Beginn an auflaufen. Die Pokalsensation in Hoffenheim haben die Fürther mit dem mittelfristigen Ausfall von Chris Nöthe, der wegen eines Muskelfaserrisses wochenlang fehlen wird, bezahlt. Da stellt sich die Verpflichtung Asamoahs als doppelt wertvoll heraus.
„Jedes Spiel bringt Asa weiter“, sagt Büskens und weist darauf hin, dass es gegen Paderborn „schon mal für 68 oder 69 Minuten gereicht hat“ – und für zwei Tore. Für 90 Minuten reicht es sicherlich bei Bernd Nehrig. Ob der Schwabe nach den wegen Sperren verpassten Spielen gegen Hoffenheim und Paderborn ins Team kommt, ließ Büskens ebenso offen wie die Frage, ob der gesperrte Verteidiger Mergim Mavraj durch Asen Karaslavov oder Nachwuchstalent Kevin Kraus ersetzt werden wird.
