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Ice Tigers: Plötzlich wieder selbstbewusst

Nürnberg meldet sich mit zehn Toren und sechs Punkten in zwei Spielen zurück - 03.02.2013 21:48 Uhr

STRAUBING  - Ein Wochenende, zwei Derbys, sechs Punkte: Dank des 6:4 gegen Augsburg und des 4:1 in Straubing klettern die Ice Tigers in der DEL-Tabelle wieder. Der positive Trend setzt genau zum richtigen Zeitpunkt ein.

Yan Stastny (Bild vom letzten Heimspiel gegen Straubing) erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 0:4.
Yan Stastny (Bild vom letzten Heimspiel gegen Straubing) erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 0:4.
Foto: Roland Fengler
Yan Stastny (Bild vom letzten Heimspiel gegen Straubing) erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 0:4.
Yan Stastny (Bild vom letzten Heimspiel gegen Straubing) erzielte den Treffer zum zwischenzeitlichen 0:4.
Foto: Roland Fengler

Am Freitagnachmittag, irgendwann vor dem Abendspiel gegen Augsburg, war Bengt-Ake Gustafsson überrascht. Das ist insofern von Nachrichtenwert, als man dem sehr entspannten Schweden nicht zugetraut hatte, überrascht sein zu können. Als sich der Trainer der Thomas Sabo Ice Tigers aber zwischendurch mit der Auswärtsbilanz seiner Mannschaft beschäftigte, war es soweit. „Wow“, will er zu sich selbst gesagt haben, „drei Siege, das ist nicht viel.“ Und dann erst ist ihm aufgefallen, wie oft sie in dieser Saison noch auswärts antreten müssen.

Gustafsson hat das am späten Freitagabend mit der ihm eigenen Nonchalance erzählt. Das Spiel gegen Augsburg wurde dank einer hervorragenden ersten Spielhälfte 6:4 (3:0, 2:1, 1:3) gewonnen, das Showtraining am Samstag störte den Schweden, aber eben auch nicht so sehr, dass er sich davon aus der Ruhe hätte bringen lassen, und das mit der Auswärtsschwäche würde man schon hinbekommen. Schließlich hätten die Ice Tigers dazu ausreichend Gelegenheit – acht der abschließenden elf Vorrundenspiele fänden schließlich auf fremdem Eis statt. 48 Stunden später hatte Nürnberg das erste davon mit ungeahnter Souveränität gewonnen. Das 4:1 (3:0, 1:1, 0:0) war der erste Auswärtssieg im neuen Jahr und ein weiterer Beweis für den sanften Aufwärtstrend der Ice Tigers.

Denn Gustafsson war entspannt, mit dem Heimsieg aber nicht gänzlich zufrieden. Nach dem komfortablen Zwischenstand habe seine Mannschaft „zu sehr nachgelassen“, den Augsburgern zu viel Raum gegeben, „das müssen wir in den Griff bekommen“. Und offenbar war dazu nicht mehr nötig als ein lockeres Samstagstraining vor rund 300 Fans. In Straubing überstanden die Ice Tigers am Sonntag eine vierminütige Drangphase der Gastgeber dank des Könnens ihres Torhüters Tyler Weiman und erzielten ihre Treffer danach mit einer ungeahnten Leichtigkeit. Die Tore durch Ryan Bayda (wunderbar vorbereitet durch Steven Reinprecht), Jason Jaspers, der einen bewusst am Tor vorbeigeschossenen Festerling-Schlagschuss verwertete, Connor James (Abpraller) und Yan Stastny, der einen Pollock-Schlenzer ablenkte, waren Ausdruck des neuen Selbstbewusstseins der Ice Tigers.

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Das ist doch einmal eine starke Reaktion auf die Kritik der letzten Wochen gewesen! Beim Heimspiel in der Nürnberger Arena, das unter dem Motto "Fasching on Ice" begangen wurde, besiegten die Thomas Sabo Ice Tigers am Freitagabend die Augsburger Panther mit 6:4.

Die Schiedsrichter hätten nach 22 Minuten bereits abpfeifen können, stattdessen aber wollten Marcus Brill und Stefan Vogl selbst noch ein wenig zur Unterhaltung beitragen. Ihre nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen ermöglichten dem unvermeidlichen René Röthke noch das 1:4 im Powerplay (26.). Mehr passierte in Straubing danach nicht mehr.

Bis Donnerstag werden die Ice Tigers trainieren – „und zwar hart“ (Gustafsson). Dann haben sie vier Tage frei, um sich mental auf ihre Auswärtsreisen vorzubereiten.

Nürnberg: Weiman; Pollock/Borer, Butenschön/Festerling, Leask/Nowak – Reimer/Stastny/James, Reinprecht/Jaspers/Bayda, Ehliz/Chouinard/Frosch, Aab/Weiß/Rupprich.

Tore: 0:1 Bayda (07:09), 0:2 Jaspers (10:03), 0:3 James (11:58), 0:4 Stastny (21:49), 1:4 Röthke (25:29(5-3). – Schiedsrichter: Brill/Vogl. – Zuschauer: 5476. – Strafminuten: 4 – 14 plus 10 (Leask). 

pmü/seb


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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung.
Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an den Adler Mannheim scheiterten.
Nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2011/2012, die die Tigers nur auf dem vorletzten Platz abschlossen, wollte die Mannschaft unter Trainer Jeff Tomlinson in dieser Saison wieder vorne angreifen, was bis in den Winter hinein jedoch misslang. Bengt-Ake Gustafsson sollte Nürnbergs Kufencracks als neuer Coach nun zurück in die Erfolgsspur bringen. Leider misslang dieses Vorhaben, die Ice Tigers scheiterten bereits in den Pre-Playoffs und Thomas Sabo hatte genug gesehen: Sportdirektor Lorenz Funk und Gustafsson mussten ihren Hut nehmen, am Kurt-Leucht-Weg standen die Zeichen auf Neuanfang.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2012/13

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