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In Fürth beginnt die Zeit der Durchhalteparolen

Kapitän Mavraj kehrt gegen Mainz ins Team zurück und predigt Optimismus - 23.01.2013 06:21 Uhr

FÜRTH  - Bei der Spielvereinigung Greuther Fürth hat die Vorbereitung auf das wichtigste Punktspiel im bisherigen Saisonverlauf begonnen. Mit einem Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) soll beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga der lang ersehnte Aufschwung eingeleitet werden.

Mergim Mavraj will Fürth nicht im Regen stehen lassen. Er versucht derzeit, seinen Mitspielern Optimismus einzuimpfen.
Mergim Mavraj will Fürth nicht im Regen stehen lassen. Er versucht derzeit, seinen Mitspielern Optimismus einzuimpfen.
Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / WoZi
Mergim Mavraj will Fürth nicht im Regen stehen lassen. Er versucht derzeit, seinen Mitspielern Optimismus einzuimpfen.
Mergim Mavraj will Fürth nicht im Regen stehen lassen. Er versucht derzeit, seinen Mitspielern Optimismus einzuimpfen.
Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / WoZi

Fußball in Fürth, das war auch gestern Morgen kein Sport für draußen. „Man friert wenigstens nicht“, versuchte Mergim Mavraj der Übungseinheit in der ehemaligen Tennishalle der Spielvereinigung etwas Positives abzugewinnen.

Damit machte der am vergangenen Samstag wegen einer Gelb-Roten Karte gesperrte Kleeblatt-Kapitän da weiter, wo seine auf merkwürdige Weise erleichterten Kollegen nach dem 0:2 bei Bayern München aufgehört hatten. „Wir dürfen nicht immer negativ denken, sondern müssen sehen wie groß unsere Chancen sind“, meint Mavraj. „Es ist noch nicht vorbei.“ Weil inzwischen auch beim Kleeblatt regelmäßig T-Shirts auf den Markt geworfen werden, wenn es richtig emotional werden soll, gibt es seit kurzem das Hemd zur Durchhalteparole. Darauf steht: „Jetzt erst recht!“


Damit aus dem neuesten Coup der Fürther Werbeabteilung ein Verkaufsschlager wird, sollte die Spielvereinigung im zehnten Anlauf endlich ihr erstes Heimspiel gewinnen. Andernfalls droht selbst der Relegationsplatz langsam aber sicher in unerreichbare Ferne zu rücken.

Warten auf Prib und Djurdjic

„Es wird immer enger. Von daher steigt logischerweise die Bedeutung der Spiele“, konstatiert Trainer Mike Büskens. Falls er den Druck spürt, lässt sich der 44-Jährige das nicht anmerken. Büskens wirkt schon seit Wochen so gelassen, als stünde seine Mannschaft in der Tabelle auf einem sicheren Mittelfeldplatz. Ganz offensichtlich will sich beim inzwischen alleinigen Schlusslicht der Bundesliga niemand verrückt machen lassen.

Innenverteidiger Mavraj (26) wird gegen Mainz aller Voraussicht nach in die Startelf der Hausherren zurückkehren. Und zwar an die Seite von Thomas Kleine (35). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt spricht wenig dafür, dass Büskens den Mavraj-Stellvertreter Lasse Sobiech (21) ohne Not einem seiner Führungsspieler im Abwehrzentrum vorzieht. Die Sorgen im Angriff, der in München nur auf dem Papier existierte, sind ja noch wesentlich größer.

Bilderstrecke zum Thema
Mit 0:2 verlor die SpVgg Greuther Fürth am Samstag beim FC Bayern München. 90 Minuten hinten drin - wer sich dabei noch am besten angestellt hat, sehen Sie in unserer Galerie.




Die beiden Hoffnungsträger, Nikola Djurdjic und Edgar Prib, trabten gestern als einzige Fürther im Freien herum. Sowohl der serbische Stürmer (Stirnhöhlenvereiterung) als auch der Mittelfeldspieler (Zerrung) hatten die Niederlage beim FC Bayern nur als Zuschauer erlebt. Während er hinsichtlich der Einsatzfähigkeit des ebenfalls verletzten Linksverteidigers Heinrich Schmidtgal (Reizung der Patellasehne) schwarz sehe, so Büskens, erwarte er, dass Prib und Djurdjic rechtzeitig genesen.

So oder so, Mergim Mavraj besteht darauf, dass das Glas der Fürther noch immer halb voll ist, statt halb leer. „Am Ende der Saison werden die Leute verwundert sein.“ Auf die Frage, ob er noch Geld auf den Ligaverbleib des Kleeblatts setzen würde, antwortet der Deutsch-Albaner spontan mit ja, um nach kurzer Bedenkzeit eine kleine Einschränkung nachzuschieben. „Es muss ja kein Vermögen sein.“ 

KURT HEIDINGSFELDER


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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