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Kleeblatt: Traumhafter Einstand für den Grobmotoriker

Ognjen Mudrinski trifft in seinem ersten Liga-Spiel für die SpVgg Greuther Fürth zum Sieg - 12.08.2013 22:23 Uhr

Grobmotoriker mit Torriecher: Ognjen Mudrinski sicherte seiner Spielvereinigung in der 79. Minute die nächsten drei Punkte.

Grobmotoriker mit Torriecher: Ognjen Mudrinski sicherte seiner Spielvereinigung in der 79. Minute die nächsten drei Punkte. © Sportfoto Zink / WoZi


Mehr als 14.000 Zuschauer an einem Montagabend. Für Fürther Verhältnisse ist das eine beachtliche Kulisse. Der größte Teil der Menschenmenge war in den Ronhof gekommen, um die zuletzt dreimal erfolgreich, aber nur phasenweise überzeugend aufgetretene Kleeblatt-Elf an ihren Aufgaben wachsen zu sehen. Mit dem 1. FC Kaiserslautern forderte den Bundesliga-Absteiger erstmals ein anderes Kaliber als Bielefeld, Aalen oder Pfeddersheim. Am Ende stand tatsächlich eine deutliche Leistungssteigerung, die gegen die gefährlichen Pfälzer auch dringend nötig war.

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Mudrinski köpft Fürth gegen Lautern an die Tabellenspitze

Glück nach dem Unglück: Ognjen Mudrinski ist am Montag früh für den verletzten Nikola Djurdjic in die Partie gekommen und hat die SpVgg Greuther Fürth zum 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern geköpft.


Man merkte beiden Teams sofort an, dass sie dem Gegner keinen Zentimeter Raum lassen wollten. Viele Fouls prägten die Anfangsphase dieser vielleicht wegweisenden Begegnung. Bei der Szene, die das Kleeblatt früh ihres gefährlichsten Spielers beraubte, war aber wohl auch Pech im Spiel. Nikola Djurdjic ging in der elften Minute nach einem mittelschweren Körperkontakt in der Hälfte des FCK zu Boden, fasste sich ans rechte Knie, rappelte sich wieder auf, um wenige Minuten später endgültig frustriert auf dem Rücken liegen zu bleiben. Ein Schock für die Hausherren. Anstelle des Technikers, der wohl eine Bänderverletzung erlitten hat, kam der mit deutlich groberer Motorik ausgestattete Ognjen Mudrinski.

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Sieg im Spitzenspiel bringt den Fürther Fußballern beste Noten

Die Kleeblatt-Fans sind mit ihrer Spielvereinigung momentan schwer zufrieden. Die Spieler von Frank Kramer bezwangen am Montagabend den 1. FC Kaiserslautern mit 2:1, als Belohnung wurde das kickende Personal von unseren Usern fast durchgehend mit guten Noten versehen. Die schlechteste Note ist eine 3,0.


Zunächst hatte sich Kleeblatt-Trainer Frank Kramer für Ilir Azemi als Partner von Djurdjic entschieden. Mit einer kleinen Überraschung wartete auch Gästetrainer Franco Foda auf. Er gab in vorderster Front neben Mohamadou Idrissou dem Ex-Fürther Olivier Occean den Vorzug vor dem in dieser Saison bereits dreifachen Torschützen Simon Zoller. Doch egal wer auf den finalen Pass lauerte — er wartete zunächst vergeblich.

Zwangsläufig resultierte der Führungstreffer für die Roten Teufel aus einer Standardsituation. Idrissou wuchtete den von Karim Matmour getretenen Eckball per Kopf ins kurze Eck, ein ganzer Pulk von Weiß-Grünen schaute tatenlos zu.

Obwohl die Fürther von der nicht immer ganz regelkonformen Härte der Pfälzer beeindruckt schienen, ließ der Ausgleich nicht lange auf sich warten. Zoltan Stieber hatte den Ball vom linken Flügel für den an der Sechzehnerlinie wartenden Daniel Brosinski serviert. Zum Glück für die Spielvereinigung verlängerte Goran Sukalo den Querschläger des Rechtsverteidigers unhaltbar ins Tor. Nicht schön, aber wertvoll. Schiedsrichter Felix Zwayer musste auch noch seinen Assistenten an der Seitenlinie korrigieren, der fälschlicherweise eine Abseitsstellung Sukalos gesehen hatte.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit riss ein Linienrichter zu Unrecht die Fahne hoch. Mudrinski hatte per Kopf getroffen. Diesmal glaubte Zwayer seinem Assistenten. Es blieb beim 1:1. Das Publikum im Ronhof sah weiter Volldampffußball, inzwischen mit Vorteilen für die Lauterer. Vor allem Idrissou bekam die Fürther Abwehr nie in den Griff. Nachdem er Occean bedient hatte und der energisch aufs Fürther Tor zusteuerte, musste Schlussmann Wolfgang Hesl seine außergewöhnliche Klasse im Eins gegen Eins demonstrieren.

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Mitte der zweiten Halbzeit verlagerte der etwas eingespielter wirkende FCK das Geschehen mehr und mehr in die Hälfte der Spielvereinigung. Der Kramer-Elf blieben einzelne Nadelstiche, wie ein Rechtsschuss von Zoltan Stieber, den Tobias Sippel aus dem Eck schaufelte.

Dann gab wieder eine Ecke der Partie die entscheidende Wende. Zoltan Stieber flankte in den Strafraum und der zuvor in einigen Situationen unglücklich agierende Mudrinski stand goldrichtig. Sein Kopfball schlug zum 2:1 im Netz der konsternierten Kaiserslauterer ein. Foda brachte mit Zoller einen dritten Stürmer, aber jetzt hatten die Fürther Oberwasser und verteidigten geschickt. Die erste echte Prüfung der Spielzeit war bestanden.

 

Fürth: Hesl - Brosinski, Mavraj, Kraus, Gießelmann - Sukalo, Sparv - Weilandt (90+2. Fürstner), Stieber - Djurdjic (17. Mudrinski), Azemi (89. Kleine)

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Simunek, Orban, Löwe - Karl, Borysiuk (82. Stöger) - Matmour (81. Zoller), Gaus (74. Drazan) - Occean, Idrissou

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin) | Zuschauer: 14.030 | Tore: 0:1 Idrissou (32.), 1:1 Sukalo (35.), 2:1 Mudrinski (79.) | Gelbe Karten: Gießelmann, Weilandt - Borysiuk, Dick

  

VON KURT HEIDINGSFELDER / stw

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