8°C
Sonntag, 26.05. - 03:05 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

Neuer Liebling, gleicher Vorname

Patrick Reimer über das Scheitern bei der WM und seine Rolle bei den Ice Tigers - 28.05.2012 12:00 Uhr

NÜRNBERG  - Neue Spieler, neuer Trainer, neue Trikots. Bei der erstmals veranstalteten Saison-Vorschau der Thomas Sabo Ice Tigers wurden die 600 Gäste nicht nur vom kostenlosen Abendessen und Freibier überrascht.

Was die Trikotfarbe angeht musste sich Nationalspieler Patrick Reimer bei seiner Vorstellung schon mal nicht umgewöhnen, denn auch die Ice Tigers spielen in Zunkunft in Schwarz.
Was die Trikotfarbe angeht musste sich Nationalspieler Patrick Reimer bei seiner Vorstellung schon mal nicht umgewöhnen, denn auch die Ice Tigers spielen in Zunkunft in Schwarz.
Foto: dpa
Was die Trikotfarbe angeht musste sich Nationalspieler Patrick Reimer bei seiner Vorstellung schon mal nicht umgewöhnen, denn auch die Ice Tigers spielen in Zunkunft in Schwarz.
Was die Trikotfarbe angeht musste sich Nationalspieler Patrick Reimer bei seiner Vorstellung schon mal nicht umgewöhnen, denn auch die Ice Tigers spielen in Zunkunft in Schwarz.
Foto: dpa

Auf Neuzugang Patrick Reimer ruhen die Nürnberger Eishockey-Hoffnungen gleich in mehrfacher Hinsicht. So soll der Nationalspieler nicht nur den Platz seines Namensvetters Patrick Ehelechner als Publikumsliebling einnehmen, sondern dank seiner Torgefährlichkeit auch für den erfolgreichen Neustart in eine bessere Ice-Tigers-Zukunft stehen. Welche Qualität der Ex-Düsseldorfer besitzt, stellte er schon bei seinem letzten Spiel mit der DEG in Nürnberg unter Beweis, als er an allen drei Treffern beteiligt war.

Auch zuletzt bei der Weltmeisterschaft gab der gebürtige Mindelheimer trotz einer meist enttäuschenden Leistung seiner Mannschaftskameraden eine gute Figur im Nationaldress ab. „Natürlich ist es schön, mit Vorschusslorbeeren in ein neues Team zu kommen“, gibt Reimer bei seiner offiziellen Vorstellung im Nürnberger Ofenwerk zu. Über den ebenfalls damit verbundenen Druck will er erst gar nicht nachdenken.


Nicht mit Druck, aber mit Selbstbewusstsein seien er und seine Nationalmannschaftskollegen in das WM-Turnier in Finnland und Schweden gegangen. Bekanntlich endete es mit zwei desolaten Auftritten und einem enttäuschenden sechsten Platz nach der Vorrunde. „Das Schweden-Spiel war ja noch in Ordnung, aber dann kam Norwegen“, erinnert sich Reimer. „Wir kamen durch den frühen Rückstand in einen Abwärtsstrudel, den wir einfach nicht mehr stoppen konnten. Dann klappte bei uns nichts und bei den Norwegern alles“, erklärt der 29-Jährige die historische 4:12-Blamage. Gegen die Tschechen sei die Mannschaft dann bereits „total angeschlagen“ gewesen, so dass der spätere Dritte beim 8:1-Sieg mit den Deutschen „Katz und Maus spielte“.

Seine Kritik, es habe dem deutschen Team bei der WM an Mannschaftszusammenhalt gemangelt, um das Debakel und die Folgen zu verhindern, wollte Reimer nicht erneuern. „Es hat uns auf jeden Fall an Gegenwehr gefehlt“, sagt Reimer schließlich. Sich selbst und die anderen Führungsspieler wollte er davon nicht ausnehmen. Sie hätten es nicht geschafft, der Negativentwicklung einen Riegel vorzuschieben und irgendwann zu sagen: „Bis hier und nicht weiter.“

Insgesamt will Patrick Reimer die misslungene Weltmeisterschaft aber nicht überbewerten: „Wegen zwei schlechter Spiele soll man das deutsche Eishockey jetzt nicht schlechtreden“. Der neue Ice Tiger erinnerte an die Schweizer Nationalmannschaft, die nun auch zwei schlechtere Jahre erwischt hat, dort deswegen aber niemand an der allgemeinen Ausrichtung zweifelt. „Wir müssen an unsere Stärken glauben und jetzt die Situation sachlich analysieren“, erklärt der Neuzugang. Im nächsten Jahr wolle man unbedingt die Olympia-Qualifikation schaffen, weshalb er nun darauf hofft, dass es zu keinem Schnellschuss kommt. „Wir müssen langfristig planen und gemeinsame Wege gehen“, appelliert er deshalb.

Über den in der letzten Saison in Nürnberg abhandengekommenen Mannschaftszusammenhalt macht sich Patrick Reimer keine Sorgen. „Ich kenne ja die positive Einstellung des Trainers und der anderen Jungs aus Düsseldorf.“ 

MARKUS ERLWEIN


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Zum Thema
Ice Tigers Logo



Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung.
Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an den Adler Mannheim scheiterten.
Nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2011/2012, die die Tigers nur auf dem vorletzten Platz abschlossen, wollte die Mannschaft unter Trainer Jeff Tomlinson in dieser Saison wieder vorne angreifen, was bis in den Winter hinein jedoch misslang. Bengt-Ake Gustafsson sollte Nürnbergs Kufencracks als neuer Coach nun zurück in die Erfolgsspur bringen. Leider misslang dieses Vorhaben, die Ice Tigers scheiterten bereits in den Pre-Playoffs und Thomas Sabo hatte genug gesehen: Sportdirektor Lorenz Funk und Gustafsson mussten ihren Hut nehmen, am Kurt-Leucht-Weg standen die Zeichen auf Neuanfang.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader Ice Tigers