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Es war mal wieder ein mieses Wochenende für den 1.FC Nürnberg. Durchgängig schlecht hat die Elf in den jüngsten Wochen zwar nicht gespielt, überwiegend gut aber auch nicht mehr. Zu konstatieren, dass ein Mangel an Konstanz keine Überraschung sei, wäre zwar nicht falsch, indes genauso wenig hilfreich – weshalb es Dieter Hecking unterlässt, auf die Unerfahrenheit seiner Elf zu verweisen oder auf das Verletzungspech.
Natürlich waren oder sind ein Raphael Schäfer oder ein Javier Pinola, der auch in den nächsten Wochen fehlen wird, schwer ersetzbar, aber Nürnbergs Trainer hat mit dem Anspruch, sich unter erschwerten Bedingungen am maximal Möglichen zu orientieren, schon Maßstäbe gesetzt. Zumindest gegen Mainz, in Wolfsburg und jetzt in Hamburg hat das Team seine aufwendig erarbeiteten Fertigkeiten nicht ausgereizt. Gegen Suttgart nur eine Halbzeit lang.
Auch das kann passieren beim bisher vielversprechenden Versuch, den Normalzustand (ergo: Abstiegskampf) perspektivisch zur Ausnahmesituation zu machen; oft wiederholen darf es sich aber nicht. Der Nürnberger Weg, Bundesligareife über Lernprozesse aufzubauen, will sich am Erfolg messen lassen, allzuviel Geduld ist dabei im Spitzensport eher kontraproduktiv – und wie die junge Mannschaft im Stress eines zähen Abstiegskampfes aussähe, will man jetzt ja nicht unbedingt wissen.
