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Perfekter Start in eine neue Eiszeit

Die Ice Tigers gewinnen beim 5:2 über Hamburg auch die Heimpremiere und stehen ganz oben - 06.09. 00:15 Uhr

NÜRNBERG  - Perfekter Saisonstart für die Ice Tigers: Die Nürnberger, seit Sonntagabend DEL-Spitzenreiter, feierten nach dem 2:1-Sieg in Ingolstadt einen 5:2 (0:1, 2:0, 3:1)-Erfolg gegen die Hamburg Freezers, der zwar weniger schwungvoll ausfiel, aber trotzdem verdient war.


Es gibt viele Ziele in einer Saison, doch das wichtigste vor dem ersten Bully lautet: Fehlstart vermeiden. Jede Unruhe gleich zu Beginn im Keim ersticken, ob von Seiten der Fans, der Sponsoren, der Medien. Den Thomas Sabo Ice Tigers war der erste Schritt gelungen, ein rassiges Spiel in Ingolstadt endete mit einem etwas glücklichen 2:1-Sieg. Was eine einzige Niederlage bewirken kann, durfte man hingegen in Hamburg beobachten. Das 0:3 gegen Köln sorgte für ein ungemütliches Pfeifkonzert der Fans sowie beißende Kommentare in der Presse.

Wiedergutmachung in der Ferne lautete somit der Arbeitsauftrag der Gästes am Sonntagabend in der Arena, die Hausherren hingegen wollten die Gunst der Stunde nutzen und das Wochenende perfekt machen – was ihnen mit dem umjubelten 5:2-Sieg mustergültig gelang, verbunden mit dem Sprung an die Tabellenspitze.

Ehelechner glänzt


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Nürnberg besiegt Hamburg Freezers mit 5:2.

Druck hatte aber nicht nur Hamburg, Druck hatte auch Nürnberg, das erste Heimspiel ist immer eine verzwickte Angelegenheit. Noch ist das blinde Verständnis auch eine Frage des Glücks, noch interpretiert der ein oder andere seine Aufgabe nicht ganz nach Geschmack des Trainers. Immerhin, gegen Hamburg waren es Nuancen, die im Vergleich zum am Ende energischen Auftritt in Ingolstadt fehlten – und manchmal waren es schlicht ein paar Zentimeter, die Ryan Bayda, Vitalij Aab oder Jeff Likens eben nicht zum Torschützen machten.

0:1 stand des nach dem ersten Drittel, weil Bratt Engelhardt in der fünften Minute Patrick Ehelechner kalt erwischte, doch der Nürnberger Torwart, der schon in Ingolstadt die Partie mitentschied, revanchierte sich später mit zwei glänzenden Saves gegen Brett Engelhardt (37.) und Colin Murphy (38.). Dass die Ice Tigers zu dem Zeitpunkt führten, hatten sie TJ Kemp zu verdanken, der eine erste Phase der Verkrampfung ebenso schlicht wie effektiv löste, als er bei Hamburger Unterzahl den Ausgleich erzielte (25.). Eine Strafe gegen die Freezers verhalf auch indirekt zur Führung: Die Gäste waren gerade wieder komplett, als Adrian Grygiel die allgemeine Sortierungsphase nutzte, zielte und in Dusan Frosch den Torschützen zum 2:1 (35.) fand.

Hamburg - das mit einem nahezu komplett runderneuerten Kader jede Erinnerung an die gruselige Vorsaison samt vorletztem Tabellenplatz im nach wie vor anspruchsvollen Umfeld ausradieren will - blieb trotzdem streckenweise gefährlich, ein Pfostentreffer (27.) wurde erst per Videobeweis aufgelöst. Und dann war da noch Torwart Marc Lamothe, der schon zum Auftakt gegen Köln als bestes Nordlicht gelobt worden war – trotz drei Gegentoren.

Letzte Zweifel am ersten Nürnberger Heimsieg schwanden endgültig, als Clark Wilm einen groben Abwehrschnitzer seines Ex-Vereins kaltschnäuzig nutzte und nur 21 Sekunden nach Beginn des letzten Durchgangs auf 3:1 erhöhte. Die Freezers, die nur drei komplette Sturmreihen und fünf Verteidiger ins Fränkische mitgebracht hatten, mussten den Zusatzschichten Tribut zollen, den letzten Glauben an eine Wende raubte ihnen dann noch Ehelechner.

Ins leere Tor

Murphy verkürzte zwar auf 2:3 (55.), doch Kemps Überzahl-Knaller ins obere Eck rückte die Verhältnis wieder zurecht, Kapitän Greg Leeb traf ins leere Tor und dann zählten 4302 Zuschauer äußerst zufrieden die letzten Sekunden hinunter.

Der nächste Härtetest für die Ice Tigers wartet allerdings schon am kommenden Wochenende mit dem Heimspiel gegen Straubing am Freitag und der Reise nach Mannheim am Sonntag. Aber sie sind bereit nach einem perfekten Start.

Nürnberg: Ehelechner; Kem/Likens, Blanchard/Eriksson, Leask/Ancicka, Schüle – Bayda/Wilm/Aab, Barta/G. Leeb/B. Leeb, Frosch/Chouinard/Grygiel, Fischhaber/Beardsmore/Oblinger.
Tore: 0:1 Engelhardt (4:10), 1:1 Kemp (25:12/5-4), 2:1 Frosch (34:56), 3:1 Wilm (40:21), 3:2 Murphy (54:25/5-4), 4:2 Kemp (56:42/5-4), 5:2 G. Leeb (59:08).
Schiedsrichter: van Gameren (Berlin).
Zuschauer: 4302.
Strafminuten: 8 - 16. 





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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem Eishockeycklub EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung. Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an Rekordmeister Adler Mannheim scheiterten. Nach der Trennung von Headcoach Andreas Brockmann nach drei verlorenen Spielen zum Saisonauftakt 2011/12 werden die Ice Tigers seit dem 26. September 2011 vom ehemaligen Nationalspieler Peter Draisaitl trainiert.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2011/12

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12