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Im Ruhrgebiet war am Samstag schon ein bisschen Frühling. In Gelsenkirchen wurden 15 Grad gemessen, so dass sich die Menschen vor dem Fußballspiel wärmen ließen von der noch überraschend kräftigen Sonne. Ansonsten wird man, sofern am 1. FC Nürnberg interessiert, den 19. November 2011 nicht mehr lange mit einer Niederlage in Verbindung bringen. Es war eine, die man wohl einkalkulieren musste. Obwohl bereits die dritte hintereinander.
Trotzdem hätte sie nicht sein müssen, zumindest nicht in der Höhe - wenn man die Art und Weise ihrer Entstehung genauer analysiert. Nach einer ordentlichen, durchaus viel versprechenden Anfangsphase machte es der Club seinen elf Gegnern mal wieder viel zu leicht. Vor dem 1:0 genügte ein simpler Steilpass, um die Vierer-Kette auseinanderzunehmen. Alexander Baumjohann, von Lewis Holtby auf die Reise geschickt, scheiterte zunächst am glänzend reagierenden Raphael Schäfer, Klaas-Jan Huntelaars Nachschuss konnte auch Nürnbergs Torwart nur hinterherschauen. „Ich bin nicht enttäuscht“, sagte Trainer Dieter Hecking angesichts unzähliger Nachlässigkeiten seiner Fußballer, „ich bin verärgert.“
Der erste billige Gegentreffer, der zweite folgte kurz vor der Pause. Timm Klose wollte klären, traf aber lediglich Baumjohanns Beine, der abprallende Ball rollte Raul vor die Füße. 16 Meter, Tor. So einfach kommt selbst ein Weltstar selten zu seinen Erfolgserlebnissen.
Der Club versuchte, dagegenzuhalten, hätte durch Christian Eigler nach schöner Hereingabe von Alexander Esswein zuvor sogar durchaus in Führung gehen können, doch Christian Fuchs hatte aufgepasst und konnte in letzter Sekunde klären. Ansonsten blieb es offensiv häufig bei lediglich gut gemeinten Versuchen. Eiglers Gewaltschuss faustete Lars Unterstall weg; viel mehr war nicht los vor dem Schalker Kasten. Hinten anfällig, vorn harmlos. Nürnberg steht wohl zurecht ziemlich weit unten in der Tabelle.
Am Verlauf des Nachmittags änderte sich auch nach der Pause wenig. Die Gäste gaben sich längst nicht geschlagen, stellten Schalke aber weiter vor keine größeren Probleme. Bis zum Strafraum wurde recht gefällig kombiniert, danach aber fiel ihnen meist nicht mehr viel ein. Didavis Kopfball aus zehn Metern ging noch als Chance durch, weil der Nürnberger unbedrängt hochsteigen durfte.
Schalke ließ den Club kommen und konterte nach Balleroberungen zielstrebig und konsequent. Dass vor dem 3:0 (Huntelaar, 66.) erst Timothy Chandler geschlafen und wenig später Timmy Simons' Klärungsversuch beim Schalker Julian Draxler landete, sollte nicht unerwähnt bleiben; dessen präzise Vorlage nutzte der Niederländer eiskalt zu seinem 12. Saisontreffer. Auch beim 4:0 (Holtby, 84.) halfen die Nürnberger kräftig mit. Erst verschätzte sich Simons, anschließend grätschte Wollscheid daneben.
„Sie müssen aufwachen“, sagte Hecking noch, vor allem das Zweikampfverhalten sei „nicht bundesliga-reif“ gewesen. Am 19. November 2011 auf Schalke.
Schalke: Unnerstall; Uchida, Papadopoulos, Matip, Fuchs – Jones (72. Höger), Holtby – Baumjohann, Raul, Draxler (72. Pukki) - Huntelaar (82. Marica).
Nürnberg: Schäfer; Chandler, Wollscheid, Klose, Plattenhardt – Simons, Hegeler (77. Cohen) – Eigler, Didavi (72. Mak), Frantz - Esswein.
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg). - Zuschauer: 61673 (ausverkauft). - Tore: 1:0 Huntelaar (13.), 2:0 Raul (36.), 3:0 Huntelaar (66.), 4:0 Holtby (84.). - Gelbe Karten: Baumjohann, Jones (4) – Mak, Frantz (2).

Mi. 23.05.12
Di. 22.05.12
Di. 22.05.12
Mo. 21.05.12
Fr. 18.05.12
Fr. 18.05.12
Do. 17.05.12
Do. 17.05.12
Do. 17.05.12