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Sieg in Berlin: Ice Tigers sichern sich Pre-Play-Off-Platz

Nürnberger drehen im Schlussdrittel auf - Tyler Weiman verletzt - 05.03.2013 22:34 Uhr

BERLIN/NÜRNBERG  - Die Thomas Sabo Ice Tigers haben bereits die erste von drei Chancen genutzt, um vorzeitig in die Pre-Play-Offs einzuziehen. Am Dienstagabend besiegten sie in einem furiosen Nachholspiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die Eisbären in Berlin mit 5:2 (0:0, 1:1, 4:1), verloren aber Tyler Weiman mit Knieverletzung.

Mit dem Sieg über die Eisbären Berlin haben sich die Nürnberg Ice Tigers einen Platz in den Pre-Play-Offs gesichert.
Mit dem Sieg über die Eisbären Berlin haben sich die Nürnberg Ice Tigers einen Platz in den Pre-Play-Offs gesichert.
Foto: Roland Fengler
Mit dem Sieg über die Eisbären Berlin haben sich die Nürnberg Ice Tigers einen Platz in den Pre-Play-Offs gesichert.
Mit dem Sieg über die Eisbären Berlin haben sich die Nürnberg Ice Tigers einen Platz in den Pre-Play-Offs gesichert.
Foto: Roland Fengler

Das Abschlusstraining in Berlin war eigentlich schon abgeschlossen, da fuhr Tyler Weiman noch einmal zwischen die Pfosten. Vielleicht wollte der Goalie der Ice Tigers noch irgendeine Zahl an gehaltenen Schüssen aus Aberglaube vollmachen, vielleicht ging es auch nur um eine alberne Wette mit irgendeinem Spieler, wer weiß das schon. Es flogen also die letzten Pucks auf sein Gehäuse, Weiman tauchte ab — und blieb schmerzverzerrt liegen. Er hatte sich böse das Knie verdreht, am Mittwoch soll eine genauere Untersuchung näheren Aufschluss geben.

So unnötig wie ärgerlich die Verletzung des Schlussmannes, so groß war die entstandene Not: Zwar stand mit Andreas Jenike die Nummer zwei zur Verfügung, doch es fehlte der Backup des Backup, der Ersatz des Ersatzes.

Weil Jimmy Hertel für die Tölzer Löwen im Mannschaftsbus auf dem Weg zum Play-Off-Spiel saß, musste Marco Wölfel ran. Kaum hatte man den Tölzer erreicht, setzte er sich ins Auto und fuhr nach Nürnberg, von dort flog er weiter nach Berlin.

Zehn Spiele in Folge hatten die Ice Tigers dort nicht mehr gewonnen - schlechter kann man vielleicht gar nicht in die letzten drei Vorrundenspiele starten, aus denen drei Punkte zum Erreichen der Pre-Play-Offs benötigt wurden.

Doch es kam alles anders: Mit konzentrierter Defensivarbeit vermieden sie es, ins offene Messer zu laufen. Auch Berlin, für das es immerhin noch ums Heimrecht im Viertelfinale geht, tat den Gästen nicht den Gefallen, sie zu unterschätzen. So ging das erste Drittel fast schon beeindruckend ereignislos über die Bühne.

So dauerte es bis zur 22. Minute, ehe Jenike erstmals gefordert wurde. Das erste Tor aber erzielten die Ice Tigers: Eric Chouinard hielt in Überzahl seine Kelle in einen Frosch-Schuss. Doch knapp 150 Sekunden später jubelten auch die Berliner, als TJ Mullock von einer Slapstick-Einlage profitierte; Chouinard und Frosch hatten sich gegenseitig versehentlich ausgeknockt.

Hinein ging es ins Schlussdrittel einer völlig offenen Partie, die Chouinard, Jason Jaspers und Yan Stastny in weniger als drei Minuten zu Gunsten der Ice Tigers entschieden. Zwar gelang Arniel noch der 2:4-Anschluss, doch Dusan Froschs Treffer zum 5:2 setzte den Schlusspunkt über eine starke Leistung einer urplötzlich wie verzaubert auftretenden Mannschaft, die am Freitag zum letzten Vorrundenheimspiel Mannheim empfängt (19.30 Uhr). Dusan Frosch traf übrigens, passend zum traurig-kuriosen Vorspiel dieser Partie, ins leere Tor.

Nürnberg: Jenike; Lindlbauer/Leask, Pollock/Butenschön, Schüle/Festerling – Reimer/Jaspers/Bayda, Reinprecht/Stastny/James, Kaufmann/Chouinard/Frosch, Aab/Buzas/Weiß

Tore: 0:1 Chouinard (30:08), 1:1 Mulock (32:38), 1:2 Chouinard (42:39), 1:3 Jaspers (44:15), 1:4 Stastny (45:35), 2:4 Arniel (56:12), 2:5 Frosch (58:41). Schiedsrichter: Brüggemann/Lenhart. Zuschauer: 13100. Strafminuten: 10:4. 

pmü/chb


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Kurzbeschreibung:
Die Nürnberg Ice Tigers sind ein Verein in der Deutschen Eishockey Liga DEL; seit Mai 2009 firmiert die Mannschaft unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers. Hervorgegangen ist das Profiteam aus dem EHC 80 Nürnberg, der seit 2009 auch wieder als Stammverein fungiert. Heimspielstätte ist seit 2001 die Arena Nürnberger Versicherung.
Die größten Erfolge waren bislang die erreichten Meisterschafts-Finalserien in den Jahren 1999 und 2007, in denen die Nürnberger jeweils an den Adler Mannheim scheiterten.
Nach der enttäuschend verlaufenen Saison 2011/2012, die die Tigers nur auf dem vorletzten Platz abschlossen, wollte die Mannschaft unter Trainer Jeff Tomlinson in dieser Saison wieder vorne angreifen, was bis in den Winter hinein jedoch misslang. Bengt-Ake Gustafsson sollte Nürnbergs Kufencracks als neuer Coach nun zurück in die Erfolgsspur bringen. Leider misslang dieses Vorhaben, die Ice Tigers scheiterten bereits in den Pre-Playoffs und Thomas Sabo hatte genug gesehen: Sportdirektor Lorenz Funk und Gustafsson mussten ihren Hut nehmen, am Kurt-Leucht-Weg standen die Zeichen auf Neuanfang.


Der Ice-Tigers-Kader in der Saison 2012/13

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