Integrationsprobleme wird es in diesem Fall wohl eher nicht geben: Kevin Kampl spielt zwar in Junioren-Auswahlteams für Slowenien, geboren wurde er aber in Solingen. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er ab der E-Jugend bei Bayer Leverkusen. Die Fürther haben das große Talent, das in der vergangenen Saison in der zweiten Mannschaft des Werksclubs in der Regionalliga spielte, schon seit längerem beobachtet. "Nun hat sich die Möglichkeit ergeben, ihn dazuzuholen", sagt Manager Rachid Azzouzi. Kampl, der nach einem Fußwurzelbruch wieder im Training steht, ist in der Offensive universell einsetzbar.
Vor kurzem durfte Kampl sogar von einer WM-Teilnahme träumen. Sloweniens Nationaltrainer Matjaz Kek entschied sich erst spät gegen Kampl. Bedarf herrscht bei der Spielvereinigung vor allem im offensiven zentralen Mittelfeld. Der dribbelstarke Kampl erhält bei den Fürthern einen Drei-Jahres-Vertrag mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Obwohl Bayer Leverkusen den Nachwuchsmann erst vor kurzem mit einem Profivertrag bis 2013 ausgestattet hatte, darf er ablösefrei nach Fürth ziehen.
