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SpVgg Greuther Fürth nur beim Ballbesitz Spitze

Beim Abstiegskandidaten Ingolstadt lässt das Kleeblatt wichtige Punkte liegen - 19.02. 19:09 Uhr

INGOLSTADT  - Nur ein 0:0 stand unter dem Strich nach dem Abpfiff von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus: Die Spielvereinigung Greuther Fürth hatte es Sonntagnachmittag nicht geschafft, den Abstiegskandidaten FC Ingolstadt zu bezwingen und musste mit nur einem Punkt nach Hause reisen.

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Die SpVgg Greuther Fürth hat durch das torlose 0:0 gegen den abstiegsgefährdeten FC Ingolstadt den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Liga verpasst.

„Manchmal“, so philosophierte Mike Büskens nach dem Spiel, „wünschte man sich, dass man nicht Recht behalten hätte“, nur: „Leider aber bin ich bestätigt worden.“ Büskens hatte gewarnt vor den Ingolstädtern, die mit ihrer unangenehmen Defensivtaktik vor 14 Tagen auch Fortuna Düsseldorf geärgert und einen Punkt abgetrotzt hatten. Und so kam es auch Sonntagnachmittag: Tief standen die Gastgeber, als wollten sie ihrem Beinamen „Schanzer“ tatsächlich alle Ehre machen. Dementsprechend schwer taten sich die Fürther, ihren schnellen Kombinationsfußball ins Rollen zu bringen.

Was allerdings auch einige hausgemachte Gründe hatte. Erstaunlich viele Stockfehler, die auch Büskens kritisierte („Kennt man von uns sonst nicht“), leisteten sich die Gäste im Spielaufbau. Und so kamen die Ingolstädter fast immer mit zehn Mann hinter den Ball, verschoben taktisch klug und nahmen den Fürthern den Raum zum Spielen.



„In solchen Spielen bekommst du nicht mal eine Handvoll Chancen, eine davon musst du machen“, so Büskens. Dabei war eigentlich nur Olivier Occean einige Male in aussichtsreiche Situationen geraten, doch entweder er zielte vorbei, wie kurz nach der Pause einmal per Fuß und dann per Kopf, oder er stand einfach einen Meter zu weit rechts, als kurz vor dem Wechsel der ansonsten untadelige Ingolstädter Schlussmann Ramazan Özcan eine Flanke von Stephan Schröck, bedrängt von Gerald Asamoah, hatte nach vorne abprallen lassen.

Ansonsten war es nur mehr Schröck, der in der 65. Minute mit gefährlichem Schlenzer Özcan zu einer Glanzparade zwang. Die über zweitausend Fürther Anhänger hatten bei dieser Szene bereits die Arme zum Torjubel hochgerissen.


Vergebliche Anstrengung: Heinrich Schmidtgal und das Kleeblatt schafften in Ingolstadt nur ein Remis.
Vergebliche Anstrengung: Heinrich Schmidtgal und das Kleeblatt schafften in Ingolstadt nur ein Remis.
Foto: dpa
Vergebliche Anstrengung: Heinrich Schmidtgal und das Kleeblatt schafften in Ingolstadt nur ein Remis.
Vergebliche Anstrengung: Heinrich Schmidtgal und das Kleeblatt schafften in Ingolstadt nur ein Remis.
Foto: dpa

Doch blieben am Ende zwar Bestwerte für die Fürther beim Ballbesitz (65 Prozent), doch herausgekommen war dabei zu wenig. Auch, weil Neuzugang Asamoah trotz allen Fleißes diesmal vor dem Tor nicht zum Zug kam und aus dem zentralen Mittelfeld heraus zu wenig Torgefahr ausgeübt wurde. Der unter der Woche leicht angeschlagene Stephan Fürstner agierte für seine Verhältnisse sehr unkonzentriert, Robert Zillner hatte zwar einige gute Ansätze, seine Kreativität blitze aber zu selten auf.

Büskens hatte sich bei der Aufstellung für die beiden in der Mittelfeldzentrale entschieden, denn: „Die haben ja gegen Hoffenheim und Paderborn gut gespielt.“ Draußen blieb etwas überraschend Edgar Prib. Milorad Pekovic, der montenegrinische Haudegen, war gar nicht erst mitgereist. Er war am Samstag in Erlangen am Blinddarm operiert worden und wird mindestens drei Wochen ausfallen.

Ex-Fürther sieht Rot

In der Abwehr standen die Fürther insgesamt wieder sehr zuverlässig. Asen Karaslavov ersetzte den gesperrten Mergim Mavraj in der Defensivarbeit ohne Tadel. Dass der Bulgare wie sonst Mavraj auch das Spiel der Fürther ankurbelt, kann man von ihm nicht verlangen. So gab es vor dem Fürther Tor erst Sekunden vor dem Ende Aufregung, als die Gastgeber nach einem Zusammenprall Schmidtgals mit Buchner einen Elfmeter gesehen haben wollten.

Zuvor hatte in der 80. Minute der Ex-Fürther Marino Biliskov nach Grätsche in die Hacken von Olivier Occean Rot gesehen. Eine harte Entscheidung von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus, die den Fürthern in der Endphase aber nicht mehr viel brachte. „Wir hätten den Ball besser zirkulieren lassen müssen, um den freien Mann zu finden“, so Mike Büskens.

Am Ende war es dann ein 0:0, dass man durchaus als verdient für beide Teams ansehen kann. Für die Kleeblättler bedeutet es momentan den dritten Rang, zwei Punkte hinter Spitzenreiter Frankfurt. Mike Büskens blieb auch gestern Nachmittag, wie stets, gelassen. Groß ärgern über die vergebene Siegchance wollte er sich gar nicht, war stattdessen pragmatisch. „Ein weiterer Punkt auf dem Weg zu unserem Ziel“, zuckte der Fürther Übungsleiter die Schultern — wohlwissend, dass auch der Rest der Rückrunde nicht nur für sein Team so manche unliebsame Aufgabe bei Abstiegskandidaten bereithalten wird.

Ingolstadt: Özcan; Görlitz, Biliskov, Gunesch, Schäfer – Ikeng, Matip – Leitl (84. Bambara), Buchner – Nemec (63. Heller), Akaichi (63. Caiuby).
Fürth: Grün; Nehrig, Kleine, Karaslavov, Schmidtgal – Fürstner, Zillner – Sararer (76. Pektürk), Schröck – Occean, Asamoah (84. Schahin).
Schiedsrichterin: Steinhaus (Hannover).
Zuschauer: 7010
Gelbe Karten: Akaichi (4) – Kleine (4), Pektürk (3)
Rote Karte: Biliskov, grobes Foulspiel (80.) 



JÜRGEN SCHMIDT

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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Im Jahr 1994 gelang die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga, 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt. Zurzeit ist die SpVgg Greuther Fürth durch die ununterbrochene Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga seit 1997 der "dienstälteste" Zweitligist. Im Volksmund wird der Verein auch als "Kleeblatt" bezeichnet.
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