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Freitag, 12 Uhr mittags, was werden Sie da machen, Herr Schüle?
Tim Schüle: Da werde ich mir überlegen, ob ich mir das erste WM-Spiel der Nationalmannschaft bei der WM in Stockholm und Helsinki anschauen werde.
Und wir dachten, Sie wären da schon im Urlaub. Haben Sie insgeheim sogar damit gerechnet, dass Sie so lange bei der Nationalmannschaft bleiben dürfen – oder mussten Sie Ihren Urlaub schon stornieren?
Schüle: Nee, den habe ich von vorneherein später geplant, aber nur wegen des Wetters. Mich hat schon die Nominierung überrascht und dass es letztlich so knapp wurde, damit habe ich niemals gerechnet.
Dann aber kam die WM immer näher und Sie waren immer noch dabei.
((ContentAd))Schüle: Am Anfang habe ich von Woche zu Woche gedacht, dann von Tag zu Tag. In Gesprächen hat sich der Bundestrainer ganz zufrieden über meine Leistung geäußert. Dann war ich in der vorletzten Woche krank, in der letzten Woche aber trotzdem noch dabei. Da habe ich doch irgendwann darauf gehofft, in Stockholm dabei zu sein. Am Ende hieß es dann, entweder Sinan (Akdag, die Redaktion) oder ich.
Obwohl Sie völlig unterschiedliche Spieltypen sind.
Schüle: Naja, Sinan hat schon sehr solide gespielt. Und ich habe mir eben diesen einen dummen Fehler geleistet.
Nur einen Fehler?
Schüle: Gegen Weißrussland habe ich die Scheibe beim Aufbau vertändelt, da hat es dann gleich geklingelt, eine solche Szene bleibt natürlich nicht unbemerkt.
Wie haben Sie dann erfahren, dass Sie doch nicht dabei sind? Muss man sich das wie bei der Casting-Sendung vorstellen oder klebte ein Zettel an Ihrem Spind?
Schüle: Nein, der Trainer hat mich nach dem Spiel zu einem persönlichen Gespräch gebeten, da weiß man schon, was einen erwartet. Es lief aber wirklich alles sehr fair ab.
Soll heißen, Sie werden sich am Freitag doch das Auftaktspiel gegen Italien (live bei Sport1) antun?
Schüle: Ja, natürlich. Ich habe mit der Nationalmannschaft eine überragende Zeit erlebt, super Trainer, super Team, super Mitspieler — das hat alles sehr viel Spaß gemacht.
Apropos super Mitspieler: Zwei davon spielen künftig für die Thomas Sabo Ice Tigers. Kann sich Nürnberg auf Patrick Reimer (der zum besten Spieler des abschließenden Vorbereitungsturniers gewählt wurde) und Evan Kaufmann freuen?
Schüle: Absolut. Ich kenne die beiden ja schon aus meiner Zeit in Düsseldorf vor vier Jahren. Das sind famose Typen — auch außerhalb des Eises. Patrick ist für die gute Stimmung verantwortlich. Auf die beiden kann man sich freuen, in jeglicher Hinsicht.
Wie geht es bei Ihnen jetzt weiter?
Schüle: Nichts werde ich nicht machen. Aber in dieser Woche lasse ich es ruhiger angehen. Dann wird in der Gruppe wieder voll trainiert. Und dazwischen gehe ich irgendwann in den Urlaub.

Mi. 08.05.13
Di. 07.05.13
Mo. 06.05.13
Sa. 04.05.13
Fr. 03.05.13