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Und die Gelben?

Kinder Kinder, was für eine EM! - 24.06.2012 10:00 Uhr

Kinder, darin sind sich die Experten einig, kommen bis auf Philipp Lahm viel zu kurz bei der EM. Wunderknabe Jetro Willems (18) aus den Niederlanden bekam schon nach der Vorrunde Hausarrest und der ukrainische Balljunge hat wohl schon frei, nachdem er sich von einem ausgewachsenen Lausbub aus Deutschland die Kugel stibitzen ließ.

Einer der Gelben: Der ungarische Referee Viktor Kassai leistete sich wohl die spektakulärste Fehlentscheidung der EM.

Einer der Gelben: Der ungarische Referee Viktor Kassai leistete sich wohl die spektakulärste Fehlentscheidung der EM. © dpa


Dabei kümmert sich besonders die Deutsche Presseagentur (dpa) durchaus rührend um den fußballbegeisterten Nachwuchs. In ihren Kindernachrichten erfährt man etwa, wie in Spanien das Wetter so ist („regnet es weniger als in Deutschland“, „toll in den Ferien“) oder warum man die Griechen wenigstens beim Fußball ernst nehmen sollte („können gut Tore verhindern“) oder wer denn eigentlich dieser Bela Rethy ist („sieht ihn im Fernsehen kaum, aber hört ihn viel“).

Die Bälger sind also bestens informiert, sofern sie schon lesen können. Andere wie die fünfjährige H. stillen ihren Wissensdurst kurz vorm Schlafengehen noch mit ein paar Fragen. „Papa, wer sind die Gelben?“ „Schiedsrichter!“ – „Und wer sind die Clowns?“ „Geschminkte Fans!“ – „Und warum schauen so viele zu, wenn nur so wenige spielen?“

Etwas Ältere gucken da schon etwas genauer hin. Wie die lieben Kleinen aus der Klasse 4a, Grundschule Altenfurt. Wo man nicht nur eifrig den Sportteil studiert, sondern auch Aktienkurse („Warum ist montags kein Dax in der Zeitung?“) und politische Nachrichten. Neun- und Zehnjährige, für die auch so eine EM mehr ist als nur ein profanes Fußballturnier. Zum Teil erstaunliche Antworten bekam der sie besuchende Redakteur, als er noch wissen wollte, ob denn auch etwas nerve an dieser Meisterschaft.

Wirklich ärgerlich sei, meinte ein kleiner Deutschland-Fan, „dass Deutschland ständig gegen Spanien verliert“. Ein Mädchen wiederum prangerte die „unglaubliche Trikotverschwendung“ an, „für jedes Spiel brauchen die neue“. Das, klären die dpa-Kindernachrichten auf, „ist aber nichts Besonderes“.

  

W. LAASS

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