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Im Wochen-Magazin dieser Zeitung wird stets ein Foto abgedruckt, an dem irgendwas nicht stimmt. Die Leser müssen dann herausfinden, was wegretuschiert oder hinzugefügt wurde. Wer die Fotos betrachtet, die nach dem 2:1-Sieg des Kleeblatts bei Schalke 04 geschossen wurden, könnte den Eindruck gewinnen, dass hier lauter „Mogelbilder“ im Umlauf sind. Denn selbst da, wo sich die jubelnden Fürther gut erkennbar nebeneinander vor dem eigenen Fanblock aufbauen, fehlt von ihm jede Spur. Unglaublich.
Thomas Kleine (35) hatte gestern wie alle Fürther Fußballprofis frei. Telefonisch war er nicht zu erreichen. Womöglich musste der Innenverteidiger in aller Ruhe das Gefühl verarbeiten, plötzlich nur noch zweite Wahl zu sein und im Trainingsanzug auf der Fürther Ersatzbank zu hocken. Vor allem in seinem Fall kommt das einer Zäsur gleich.
Schon Kleines erste Zeit beim Kleeblatt (2003 bis 2007) kennzeichnete eine rekordverdächtige Konstanz. Unterm Strich fehlte er damals in vier Spielzeiten ganze fünfmal. Nach weniger arbeitsamen Aufenthalten bei Hannover 96 und Borussia Mönchengladbach kehrte der gelernte Heizungsbauer 2010 nach Fürth zurück. Und wie: In den vergangenen zweieinhalb Jahre hatte Thomas Kleine an sage und schreibe jedem Punktspiel der Spielvereinigung mitgewirkt.
Bis zum vergangenen Samstag. Plötzlich bildeten Kapitän Mergim Mavraj und Lasse Sobiech die Abwehrzentrale. Trainer Mike Büskens hatte seine Ankündigung wahr gemacht und die seit langem bestehende Hierarchie innerhalb der Mannschaft angetastet. Der 21 Jahre alte Sobiech, der in der Hinrunde so viel Geduld bewiesen hatte, machte seine Sache ordentlich, die Mannschaft hat endlich wieder gewonnen. Nach den ungeschriebenen Gesetzen des Fußballs dürfte damit feststehen, dass Kleine auch im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) zuschauen muss.
Trainer Büskens bemühte sich am Samstag indes, die Degradierung des ehemaligen Mannschaftskapitäns wie einen Liebesdienst aussehen zu lassen: „Thommy macht wirklich einen überragenden Job. Er kennt keinen Schmerz. Thommy ist eine Sensation.“
Sensationell an Kleine war immer seine Leistungsbereitschaft. Wo andere Spieler eine mehrwöchige Reha-Maßnahme beanspruchten, spielte der 1,91 Meter lange Schlacks einfach weiter. Diejenigen, die ihn bereits zu Beginn der Saison für ein Auslaufmodell hielten, belehrte er eines Besseren. In einer in den ersten Bundesligaspielen häufig von einer Verlegenheit in die nächste stürzenden Kleeblatt-Abwehr machte der Routinier anfangs noch die beste Figur.
Vor dem in mehrfacher Hinsicht extrem wichtigen Spiel auf Schalke sah es im Training mal so aus, als ob dem neuen, harten Kurs von Trainer Büskens nicht Kleine, sondern sogar Kapitän Mavraj zum Opfer fallen könnte. Die Botschaft dürfte dennoch angekommen sein: Beim Tabellenletzten gibt es vorerst keine Stammplätze mehr.

Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
Di. 21.05.13
Mo. 20.05.13
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Do. 23.05.13
Do. 23.05.13
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Mi. 22.05.13